Donnerstag, 30. Januar 2020

noicon | nv-VIII008 Corona

Abt. Endlich ein Grund zur Panik: Das Coronavirus


Die Message des Coronavirus scheint klar: "I wanna Rock!"


Völlig zu Recht laufen die Medien auf Hochtouren im roten Bereich, endlich ein Grund zur Panik!



Wir wünschen dem 33-jährigen Firmenangestellten gute Besserung!

¯\_(ツ)_/¯




Mittwoch, 29. Januar 2020

Animekritik: "Bakemonogatari" (2009)

Mayoi    |    Koyomi Araragi    |   Hitagi 

Produktion

StudioShaftOriginaltitelBakemonogatari  化物語
RegieAkiyuki Shimbō /  Tatsuya Oishi     Release (J)2009
Drehbuch* nach dem Manga von NisiOisin           Publisher (D)      Peppermint Anime
MusikSatoru Kôsaki / Ryo (Supercell)Laufzeit12+3 Episoden / ca. 360min

Genre: Mystery




"Nicht jeder Zeichentrickfilm führt ins Kinderland. In Japan werden in diesem Genre auch wilde und mutige Kunstwerke geschaffen. Die ´Monogatari Series´ ist eines der besten." - FAZ

(zitiert gemäss DVD Umschlag)


Zusammenfassung

Die "Nadeko Snake" Arc | Die "Tsubasa Cat" Arc | Die "Hitagi Crab" Arc | Die "Suruga Monkey" Arc | Die "Mayoi Snail" Arc


Artwork: 8/10

An der visuellen Umsetzung dieser Serie rumzumeckern, das bedeutet Leiden auf hohem Niveau, soviel sei vorangestellt, denn solcher Kreativität in der Gestaltung begegnet man leider allzuselten. "Bakemonogatari" wirkt fürs Auge attraktiv, gehaltvoll und geheimnissvoll - alleine schon durch die Art der Präsentation! Wenngleich der Artstyle im Grunde nicht damit vergleichbar ist, erinnert diese Serie dennoch hart an "xxxHolic", weil die kreative Ader ähnliche Funken schlägt.

Allerdings wird der Bogen zeitweilig überspannt. Es ist eine Zumutung dem Zuschauer gegenüber, mitunter wirklich entscheidende Momente (siehe die "Tsubasa Cat Arc") für die Dauer von nur einem einzigen Frame einzublenden. Das Auge kriegts wohl gerade noch mit, "da war irgendwas". Also muss der interessierte Spinner zurückspulen und sich die Szene nochmal in Frame-für-Frame Zeitlupe ansehen, um den Content überhaupt mitzukriegen. Sowas zu bringen ist grenzwertig. Auch die Idee, ein fürs Verständnis wohl nicht zwingend notwendiges, aber dennoch interessantes Beigemüse in Textform dem Opener voranzustellen, und diese mitunter vielzeiligen Texte für kaum eine Sekunde einzublenden, sowas braucht Mut. "Bakemonogatari" wirkt dergestalt schon nahe übermütig - aber sowas hat nunmal Style. Bleibt nicht ohne Wirkung. "Kunst darf das!", will vermutlich dadurch proklamiert sein.

Die Integration von CGI bzw. die Kombination solcher Elemente mit den primären 2D Inhalten wirkt nicht direkt störend, fällt dem Betrachter aber dennoch ins Auge. Das Gelungenste, was die Jury diesbezüglich je gesehen hat, ist die Serie "Black Rock Shooter", grandios! Dieses Level kann "Bakemonogatari" zwar nicht erreichen, wirkt stilistisch aber dennoch auf eine ganz eigene Weise gelungen. Darum schwanke ich auch, zwischen der 9/10 und der 8/10 Wertung fürs Artwork. Letztlich obsiegt der Realo in mir: 8/10


Soundtrack: 9/10

Grossartig wirkt die Idee, jeder einzelnen der 5 Arcs (oder zumindest vieren davon) ein eigenes Intro mit einem eigenen, thematisch anliegenden Soundtrack zu spendieren. Das Intro zur 3 Episoden umfassenden "Mayoi Snail Arc" (die mir am besten gefallen hat) wurde hier schon gezeigt. Dieses Intro geht Hand in Hand mit dem Wesen des heiteren (und dennoch ganz individuell geplagten) Charakters Mayoi, das alles ist grossartig gelungen! Als Kontrast hierzu das Thema zum völlig anders veranlagten Charakter Suruga, oder das Thema der "Nadeko Snake Arc". Hier hat man sich Mühe gemacht und im Kontext überzeugendes geschaffen. Auch der Abspann kann überzeugen, passt wunderbar zum Gesamtgeschehen. Beide Daumen hoch für den Soundtrack zu diesem Anime!


Charaktere / Plot: 5/10

Ab diesem Punkt wirds kompliziert und hart zu bewerten. Rein emotional, rein von der 'Experience' her, möchte der leicht zu beeindruckende Heisssporn in mir eine 8/10 raushauen, warum nicht eine 9/10! "Bakemonogatari" ist spitze!

Ja, ABER... und nun wirds kompliziert. Konzeptionell bildet "Bakemonogatari" das Fundament, den Einstieg, für 7 weitere (auf dem Manga basierende) "Monogatari" Serien, die sich vertieft mit den in "Bakemonogatari" nur oberflächlich vorgestellten Charakteren beschäftigen. Entsprechend bleiben die verschiedenen Arcs nach 15 Episoden noch offen, selbst die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren Koyomi & Hitagi wird in "Bakemonogatari" lediglich aufgegleist. Ist ja verständlich und macht auch allerhand Sinn.

Im deutschen Sprachraum veröffentlicht wurde aber lediglich dieses Fundament - und keine der weiteren Serien! Das bringt mich in die gleiche Situation wie "xxxHolic" - ein Anime, der mir zwar soweit sehr gut gefallen hat, aber es wurde halt nur die erste von zwei Staffeln (im deutschen Sprachraum) veröffentlicht. Das bedeutet entsprechend: Plotpunkte bleiben unbeantwortet, die Story wird nicht beendet, die Erzählung hat kein Finale: wie zur Hölle will man das bewerten?!

Wenn ich hier also mich genötigt sehe, dem Plot und den Charakteren lediglich eine 5/10 zu bescheiden, dann hat das weniger mit dem Anime selbst zu tun, als mit der Veröffentlichungspolitik von Peppermint. Welcher Affe erwirbt nur die Lizenz für Band 1 von Harry Potter?! Natürlich befindet sich alles, konzeptbedingt, noch im Aufbau, sowas kann man - als Ganzes - in diesem Stadium schlicht nicht bewerten! Unmöglich.


Gesamteindruck:

"Bakemonogatari" hat mir plaisier bereitet, Langeweile kam nie auf. Die Story bietet viel Potential, besonders gut haben mir die Charas Mayori und Suruga gefallen. Ich möchte gerne wissen, wie das weitergeht - aber nada. Das Fundament "Bakemonogatari" muss genügen, so denkt man wohl beim deutschen Publisher Peppermint. Schade. Dennoch will ich wohlwollend verbleiben:



Wertung:

7 /10


Dienstag, 28. Januar 2020

Abt. Das Fühl, wenn man langsam alt wird


Eine Person gewinnt 33 Grammys für irgendein Musikalbum - und ich hab keine Ahnung, wer diese Person ist, noch hab ich jemals ein Stück von ihr gehört. Mir sagt lediglich das Logo des Preisverleihers so einiges.

Seit bald einer Woche hör ich nur noch Auschwitz, Auschwitz, Klimawandel, Auschwitz, das waren die Deutschen, Auschwitz Birkenau, Auschwitz, keimt wieder auf!, Warnung davor, Auschwitz, Klimawandel, Trump Impeachment, Auschwitz, 5 Milliarden tote Juden, unvergleichliche Schuld unter die nie ein Schlussstrich gezogen werden kann, die Deutschen waren das, Klimawandel, Auschwitz, LGBTQ, deutsche Schuld, Auschwitz, Auschwitz, Klimawandel. Vieleicht sollte ich einfach den Sender wechseln, DLF ist unerträglich.

Auch ärgere ich mich über den Kopp Verlag bzw. seine ständig aktualisierte Artikellinkliste. Es werden die immer gleichen Portale verlinkt und ich kann mich nur schwer des Eindrucks erwehren, dass die sogenannt "neue Rechte" primär von Juden und alliierten Israelfreunden gelenkt wird, wie die AfD. Hier wird kanalisiert und dergestalt unter Kontrolle gebracht.

Mittwoch, 22. Januar 2020

BAKEMONOGATARI: Abspann / Ending Thema




Liebes Poesiealbum, ...


Auf dem Arbeitsweg (bzw. der Rückfahrt nach Hause) fuhr ich vor ca. 1 Stunde tatsächlich am Konvoi von US Präsident Trump vorbei, bestehend aus etwa 30 Fahrzeugen. Zwischen Dietikon und Winterthur wurden sämtliche Autobahnüberführungen und -einfahrten abgesperrt, überall standen Polizisten, ihre blinkenden Dienstfahrzeuge und schwarzgetönte Limousinen rum. Der Konvoi bewegte sich auf der Gegenfahrbahn in Richtung Flughafen.

In mein Poesiealbum darf ich nun notieren, heute für etwa eine Zehntelssekunde auf gleicher Höhe mit dem US Präsidenten gewesen zu sein. Endlich! Damit habe ich nun alles erreicht.

Dienstag, 21. Januar 2020

Animekritik: "AnoHana - Die Blume, die wir an jenem Tag sahen" (2011)

Naruko | Chiriko | Menma | Tetsudō | Atsumu | Jinta

Produktion


StudioA1 PicturesOriginaltitelAno Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai
RegieTatsuyuki Nagai          Release (J)2011
DrehbuchMari Okada         Publisher (D)      Peppermint
MusikRemediosLaufzeit11 Episoden / ca. 260min

Genre: Drama, Coming of Age, Supernatural



Zusammenfassung



"AnoHana" war nun schon länger auf meiner To-Do-Liste, primär weil Forger diesen Anime lobend erwähnte und als Zitat "krassesten Tearjerker (etwa: "Tränendrücker") der Animeszene" bezeichnete.

Und, ja, auch diesem Vietnamveteranen sind tatsächlich die Tränen gekommen. Ich habe nicht geweint, nicht in dem Sinn, aber auch starke Männer können weinen. Meine Güte, die Tränen schiessen halt in die Augen, man ist ja kein empathieloser Eisblock. Ich finde, das ist völlig in Ordnung, auch als Mann solche Emotionen zu empfinden. Aber da ist dann auch schon die Grenze erreicht, ab der ein Mann noch ein Mann ist. Es reicht, wenn die Tränen in die Augen schiessen, aber man muss dieser Emotion ja nicht auch noch zwingend Ausdruck verleihen, wie das Weibsvolk und kleine Kinder. Und so unzeitgeistig diese Sicht auch erscheinen mag, braucht mir keiner was zu erzählen: eine weinende Frau weckt in den Augen des Mannes wohl einen Beschützerinstinkt; ein weinender Mann hingegen weckt in den Augen der Frau ganz was anderes, und das völlig zu recht. Tränen sind noch ok, das ist menschlich, aber ein richtiger Mann weint nicht, Punkt. Doch kommen wir zurück zum Anime:

Manchmal bereut man das investierte (sag: verballerte) Geld, das für die zwanghaft-zwingende Akquirierung einer Animeveröffentlichung auf DVD draufging. Stichwort: "Sword Art Online". Insbesonders aus dem Katalog des Publishers Peppermint Anime, der in seiner Preispolitik nun so gar keine Skrupel zeigt, dem interessierten Spinner auch noch die letzte Tasche zu leeren.

Aber immerhin hat man diesen Halsabschneidern einen deutschen Release zu verdanken - und so sei hier zur Ehrenrettung auch angemerkt, dass man sich bei Peppermint Anime wirklich Mühe bei der Verpackung, Umsetzung und Untertitelung der lizenzierten Produkte gibt.

In Sachen "AnoHana" bereue ich keinen einzigen, auf den virtuellen Kassentisch gelegten Kreuzer, denn diese Serie ist wirklich gelungen und muss im Archiv präsent sein. Regisseur Tatsuyuki Nagai zeichnet auch für den rührenden Animefilm "The Anthem of the Heart" verantwortlich, bei dem gleichsam ein Ereignis in der Vergangenheit zum zentralen Moment des Präsens wird. Die Jury nimmt Notiz davon, dass manche Regisseure zum immer gleichen Thema Filme machen. Bei Kōichi Mashimo ist es die Amnesie, bei Satoshi Kon der innere Zwiespalt, bei Makato Shinkai die innere wie äussere Distanz, bei Hayao Miyazaki müssen Flugzeuge vorkommen. Kommen wir nun zur eigentlichen Kritik zu "AnoHana - Die Blume, die wir an jenem Tag sahen":


Plot: 8/10

Ein für die persönliche Entwicklung der fünf Hauptcharaktere prägendes Ereignis in der Vergangenheit wirft lange Schatten, bis in die Gegenwart der Erzählung. Die zentrale Figur "Menma", Meiko Henma, ist im Kindesalter durch einen Unfall verstorben, allerdings als Geist im Diesseits verblieben - weil ihr grösster Wunsch (noch) nicht erfüllt wurde. Jeder Charakter hält sich insgeheim verantwortlich für den Tod Menmas und nagt daran. Dieses eingebildete Schuldgefühl treibt ganz individuelle Blüten, insbesonders beim Charakter Atsumu. Unser Held Jinta kann Menmas Präsenz wahrnehmen und will, getrieben vom eigenen Schuldempfinden, ihren grössten Wunsch, quasi post mortem, erfüllen, damit Menma endlich in den Himmel erlöst werden kann.

Der Plot wirkt im Rahmen der Erzählung solide und bietet genügenden Wendungen und Cliffhanger, um den Spannungsbogen über 11 Episoden aufrechtzuerhalten. Die emotionalen Höhepunkte sind grossartig gesetzt, wirken sehr berührend, hier liegt die grosse Stärke dieses Anime.

Aufgrund des völlig unnötig integrierten Fanservice in den ersten Episoden, will die Jury den Anime abwerten. Denn gerade dieser deplatzierte Fanservice ist die grösste Schwäche dieser Produktion. Ich hab nicht grundsätzlich ein Problem mit derartiger Würze - nur es muss halt zum Kontext, zur Artigkeit der präsentierten Erzählung passen. Das Gewürz muss zur Speise passen, das ist der Punkt, und zu einer Geschichte wie "AnoHana" passt Fanservice nunmal überhaupt nicht, nichtmal angedeutet. Zum Glück scheinen das Produzenten nach Episode 3 selbst bemerkt zu haben.

Dennoch wirkt der Plot überzeugend, die parallele Erzählung von Gegenwart und Vergangenheit greift sehr gut ineinander. Aufbau und Story funktionieren und bieten in der letzten Episode ein gelungenes Finale, eine ergreifende Auflösung der Geschichte. Eine 8/10 scheint mir angemessen.


Charaktere: 8/10


Das Grundkonzept wirkt etwas konstruiert. Würde im RL der Tod eines Erstklässlers, mit dem du damals die Schule besuchtest, dich wirklich heute noch kümmern? Tief beeinflussen? Denn wir erleben hier 5 Charaktere, die völlig auf diesem Ereignis hängen geblieben sind, deren Psyche sich quasi zentral um das damalige Ableben dieser Menma dreht. Bei Menmas Mutter wirkt das noch am glaubhaftesten, sowas ist gut vorstellbar. Aber bei all den anderen Charakteren, die in den seit damals vergangen 10 Jahren ihrerseits erwachsen wurden, viele neue Erfahrungen machten, neue Menschen kennenlernten, ihr Leben lebten? Eher weniger.

Trotzdem: im gebebenen Rahmen, innerhalb dieses Konstrukts, wirken die Charaktere glaubhaft, ihre Beweggründe und Verhaltensweisen sind nachvollziehbar.

Im Lauf der Geschichte gewinnt jede der 5 Hauptfiguren an Tiefe, wir lernen mehr über ihren individuellen Bezug zu Menma kennen. Bei Jinta findet eine (wohl sehr beschleunigte, aber immerhin:) Charakterentwicklung statt, vom rumhängenden, schüchternen Verweigerer, hin zum engagiertern, selbstaufopferungsbereiten Macher. Angesichts seiner Vorgeschichte, als damaliger Anführer der Kindergruppe, findet er bis zum Finale gewisserart 'zu sich selbst (zurück)', ist doch wunderbar.

Insgesamt also wirkt es wohl etwas konstruiert, dennoch bieten die Charaktere, was ich von einer guten Story erwarte: eine individuelle Tiefe der einzelnen Charaktere sowie eine Charakterentwicklung der Hauptfigur.


Drama: 9/10

Worin nun genau der grosse Wunsch von Menma besteht (der sie von der Erlösung trennt und noch an ihre Erdenpräsenz bindet), das weiss sie selbst nicht so genau. Als Zuschauer findet man das gewisserart im Gleichschritt mit ihr raus, Episode um Episode, das ist sehr gut gelungen. Jeder einzelne Charakter hat sein ganz persönliches Drama, aus seiner Wahrnehmung heraus, das ihn an Menma bindet, das wird in gerademal 11 Episoden toll ausgearbeitet. Im Finale entlädt sich die ganze Dramatik, das ist wunderbar gelungen.

Der einzige Minuspunkt ist mE Menma selbst. Sie war/ist immer süss, immer lieblich, immer entzückend, Menma denkt nur an die Anderen, Menma ist ein reiner Sonnenschein. Das wirkt einfach nicht echt. Vieleicht erleben wir aber auch nur eine imaginierte Version von "Menma", eine glorifiziert, verklärte Erinnerung an diese Menma. Vieleicht erscheint sie deshalb so. Denn die erste Episode, bezüglich der Beziehung zwischen Jinta und Menma, legt durchaus nahe, dass es sich bei ihr nur eine mentale Projektion dessen handelt, der sich schuldig fühlt. Und dieses eminente Schuldbewusstsein an Menmas Tod trifft auf alle Hauptcharaktere zu, jeder trägt es in sich.

Vieleicht war auch das Teil der Idee, wer weiss. Jedenfalls: im gegebenen Rahmen funktioniert das Drama, Daumen hoch!


Gesamteindruck:

"AnoHana" hat mir sehr gut gefallen und gehört zwingend in diese Rangliste. Den Regisseur Tatsuyuki Nagai werde ich mir ab sofort merken, für den dramatischen Aufbau einer Geschichte scheint er ein Händchen zu haben. Es gibt in "AnoHana" keine Füllerepisoden, lediglich vereinzelte Szenen hätte man streichen, andere dafür etwas mehr vertiefen können. Der Gesamteindruck ist positiv, der Jury gefällts, "AnoHana" ist definitiv sehr empfehlenswert.



Wertung:

8 /10


Samstag, 18. Januar 2020

Abt. Jeder Tag ist ein Schultag: Katakana




NO I KO N



Das Katakana wird primär benutzt, um Fremdworte in die japanische Laut- bzw. Schriftsprache umzusetzen. So wird im Beispiel das französische "noir" zu ノワール.

Sonntag, 12. Januar 2020

Mimiks - Für immer Niemer

"Ich bi zu Schwiiz für die Streets, zu Street für d'Schwiiz"

Hehe, grossartig! Mit Rap/Hip Hop, dieser ganzen Kiste, kenn ich mich nun wirklich gar nicht aus, das war für mich immer ein Paralleluniversum, ist schlicht nicht meine Welt. Auf dem täglichen Anime Streifzug durch die E-Portale, immer auf der Suche nach einer plötzlich angeschwemmten Perle, fiel mir eine Ad auf:


"Für immer niemer", zu deutsch "für immer niemand". Sowas weckt augenblicklich das Interesse der Jury, weil in dieser schlichten Aussage schwingt ein wenig "Rocky", ein wenig Arbeiterklasse mit, ein wenig Dreck, Glück und Pech zugleich. Bei sowas knallt die Jury die Korken schon vorab, weil das ist genau der Stoff, den ich mag.

´Mimiks´ ist ein Schweizer Rapper, dem ich bislang (wie den restlichen 98% der Aktiven) keine Aufmerksamkeit geschenkt habe, weil es schlicht nicht meine Welt ist.

Im Zuge dieser Promotionsanzeige (Bild oben) hab ich aber dennoch nun auf YT den Titeltrack gesucht und bin zu meiner eigenen Verwunderung positiv überrascht: Gefällt mir! Derart sogar, dass ich womöglich sein Album auf einer richtigen CD bestellen werde.

Jedenfalls möchte ich, aus spontaner Laune heraus, diese Single hier einbetten. Das Video wurde augenscheinlich ohne einen einzigen Schnitt produziert, auch dafür gibts Respekt an den Macher, und nun Applaus Applaus Applaus! für:

MIMIKS mit "Für immer niemer" 

Abt. Bulletin der Jury: Januar 2020


In der vergangenen Woche hatte ich Ferien und mir dafür vorgenommen, den Berg an Pendenzen ein wenig abzuarbeiten. Sehr erfolgreich, wie ich nun resümieren darf: die Wohnung ist wieder aufgeräumt, der Karton entsorgt, das Auto wurde gewaschen und dem absurden Hobby ausreichend gefrönt:


Mission Accomplished: der AKIRA Manga 



In 6 colorierten (und leider nach westlicher Lesart arrangierten) Sammelbänden vorliegend, kann der Manga zu "AKIRA" die Jury überzeugen, weit mehr als der Anime. Denn ungeachtet der visuellen Opulenz, die der Anime "AKIRA" (1988) zweifellos bietet, scheitert die animierte Umsetzung leider am Plot, der begrenzt auf Spielfilmlänge schlicht nicht umsetzbar ist. Um ein Werk wie "AKIRA" akkurat als Anime zu verwirklichen, wären 3 Staffeln à 26 Episoden mindestens notwendig.

Dem Anime "AKIRA" ist inhaltlich schwer zu folgen und nun ist auch klar, warum: weil 80% der Story fehlen. Der Manga konnte mit 100% der Story weit mehr überzeugen und kriegt von der Jury das Prädikat: besonders lesenswert.



Mission Accomplished: der K-ON! Manga


Den gänzlich umgekehrten Sachverhalt liefert der Manga zu "K-ON!": Restlos alles, was der Manga (Band 1-4) bietet, wurde im Anime auch umgesetzt. Alles ist enthalten! Und wurde ergänzt durch all das, was den Anime zu "K-ON!" so grossartig macht: die stillen Momentaufnahmen, die Pausen, die Feinheiten, die musikalische Präsentation und Untermalung, die Tiefe der Charaktere, die schlichte Präsenz von Ton-chan, die Dankesaufführung für meine geliebte Azu-nyan, die epische wie tränenreiche Schlusssszene unter dem Fenster des Clubraumes, 


- um nur einige Beispiele zu nennen, - all das bietet nur der Anime! Er vergrandet und übertrifft die Mangavorlage in jedem Belang. Hinter vorgehaltener Hand hält die Jury "K-ON!" für den besten Anime aller Zeiten, sagen die Gerüchte.

Die Bonusbände "High School" und "College" sind nicht zu empfehlen, hier ist die Magie bereits verflogen.



Mission Accomplished: der CLAYMORE Manga


Wow! Wow!! Der Manga "Claymore" hat mich richtig geflasht! Nach Band 5 hat die Jury damals eine Pause eingelegt, wegen der Sache mit Teresa. Denn es schien, als wäre damit, mit diesem Ereignis zwischen Teresa und Priscilla, der Spirit dahin. Wie zur Hölle können sie es wagen?! 

Sicher, wir haben Clare. Eine Clare, die sich mit ihrem ersten Auftritt im Herz verewigt,


und in Clare lebt Teresa ja irgendwie weiter... Ja, ja. But, still...

Teresa ist nunmal Teresa! Teresa mit dem leiseln Lächeln. Ich will Teresa zurück!

Der bereits grossartige Anime "Claymore" beinhaltet etwa 30% der Story, die der Manga bietet. Die restlichen 22 Bände wurden von der Jury in einem Zug bzw. in 2 Tagen ohne Unterlass durchgelesen, derart spannend ist dieser Plot ausgearbeitet! 

Der Manga von "Claymore" ist der Hammer und übertrifft den bereits grossartigen Anime, der lediglich dadurch failt, vereinzelte Plotstränge nicht zu beantworten und ein herbeigesonnenes, vorzeitiges Ende auf Krampf in Episode 26 zu präsentieren. 

Im ohne Einschränkung empfehlenswerten Manga verläuft die Geschichte makellos, hat mich richtig reingezogen. Und ich kann die bescheuerten Emotionen kaum in Worte fassen, die in Anbetracht des letzten Bildes im zweitletzten Band in mir hochkochten:


Die ganze Zeit über erhoffte ich mir eine Rückkehr von Teresa, dann folgt diese Ausschau auf den letzten Band (Bild). Ich will nicht weiter spoilern - aber WOW!!! ^-^

Der Manga "Claymore" ist grandios, episch, ein grosser Wurf! Noch besser als der Anime, kann ich nur empfehlen.



 Mission Accomplished: der NOIR Soundtrack


Diese Geschichte ist eine reine Herzensangelegenheit.

Die Jury erachtet es als zwingend notwendig, die zwei Soundtrackveröffentlichungen zum Anime "NOIR" physisch präsent im Archiv zu wissen. Sei es auch nur zu Ehren des fiktiven Charakters "Kirika" desu! Abt. Another Fool in Love. Jedenfalls musste ich diese CDs haben, koste es, was es wolle! Hat mich nun nahe ein ganzes Jahr gebraucht. Das ist die Magie der Liebe! Ein Triumph des Willens! Soundtrack #1 wurde in Österreich aufgespürt, Soundtrack #2 aus Japan importiert.


Der Versuch einer Veröffentlichung ward seitens YT leider vorab weltweit geblockt.






Zum Glück gibts noch Bitchute:





Animekritik: "Accel World" (2012)



Produktion


StudioSunriseOriginaltitelAkuseru Wārudo  アクセル・ワールド
RegieMasakazu ObaraRelease (J)2012
DrehbuchHiroyuki Yoshino         Publisher (D)      KAZÉ
MusikDivLaufzeit24 Episoden / ca. 600min

Genre: Isekai, Game, Moe, Drama, Comedy, Action, Shonen



Zusammenfassung

Kuroyukihime / Black Lotus


Plot: 6/10

In den ersten 10 Episoden verheisst diese Animeumsetzung noch viel Potential, insbesonders auf der Charakterebene. Leider wird im Folgenden kaum was eingelöst, lediglich der Hauptprotagonist Arita / Silver Crow durchläuft eine leichte Entwicklung. Ein simpel gestrickter Hauptplot, versetzt mit vereinzelten, durchaus amüsanten Comedysplits, verdickt mit zwei Esslöffeln Dramasituation ab Stange, mündet schliesslich in den Endkampf von "lieb, aber schüchtern" vs. "fies, aber erfolgreich".

Die Handlung wird spätestens ab Episode 11 vorhersehrbar, dennoch Spoiler Alarm: Der liebe Hauptprotagonist gewinnt natürlich, - und wird zum Dank dafür, in der letzten Episode, von seiner Angebeteten Kuroyukihime hart gefriendzoned.

Man merkt, dass hier lediglich die ersten 4 Bände einer bislang 22+ Bände umfassenden Light Novel umgesetzt wurden, aber im Rahmen eines 24 Episoden Anime der Drehbuch-Plot dennoch einer Konklusion zugeführt werden musste. Es fehlt diesem Anime entsprechend an erzählerischer Dichte, an Substanz und dadurch an Relevanz.

Das Ende sollte sowohl abschliessend wirken, als auch genügend Raum noch offen lassen für eine allfällige zweite Staffel, so kommts beim Endkonsumenten an.

Die Grundidee einer "Beschleunigten Welt" (= "Accel World") bietet ein grandioses Konzept zur genrenotwendigen Vereinbarkeit des Real Life der Charaktere mit der Isekai-Realität eines Computerspiels, hier geht ein Blumenstrauss inklusive Bonuspunkt raus, sehr gut gelöst!


Charaktere: 5/10

Hauptcharakter Arita, der sich selbst als kleiner dicker Versager wahrnimmt, wie deplatziert in seiner eigenen Geschichte wirkt, er böte soviel Potential! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ein derart angelegter und aufgebauter Chara in der Original-Erzählung auch gebührend verwertet wird. Bestimmt aber nicht bereits in den ersten 4 Bänden - und hier ist das Problem dieses Anime, der sich konzeptionell nur den ersten 4 Bänden widmet. Die Charaktere gewinnen deshalb nicht an Tiefe, ihre inneren Konflikte bleiben nur angedeutet und schemenhaft, eine tatsächliche Entwicklung findet nicht statt.


Gesamteindruck:

 
Im Vergleich zur ersten Staffel von "Sword Art Online", die im gleichen Jahr erschien und das gleiche Genre bedient, hat "Accel World" der Jury leicht besser gefallen. Das aber ist es auch schon mit den Lorbeeren, denn über weite Strecken wirkt "Accel World" generisch, zuweilen überflüssig und hinterlässt kaum Spuren. Das Potential wäre da, aber der Anime kann es nicht befriedigend umsetzen. Dennoch kommt beim Betrachter keine Langeweile auf, die Jury hat schon weit schlechteres gesehen. Der Plottwist in Sachen "Citrus Call" (*unbedingt die Serie im OT ansehen, im japanischen Akzent sind englische Bezeichnungen kawaii desu ^-^) sei gegeben, hier hat man die Kurve noch gekriegt.


Wertung:

6 /10



Donnerstag, 2. Januar 2020

Animekritik: "Tengen Toppa Gurren Lagann" (2007)

SIMON

Produktion


StudioGAINAXOriginaltitelTengen Toppa Gurren Lagann  天元突破グレンラガン
RegieHiroyuki Imaishi Release (J)2007
DrehbuchKazuki Nakashima            Publisher (D)      Beez Entertainment
MusikTaku IwasakiLaufzeit27 Episoden / ca. 675min

Genre: Action, Mecha, Science Fiction, Drama, Comedy, Shonen



Prolog


Als Späteinsteiger hab ich freilich eine Menge nachzuholen und war entsprechend froh, "Gurren Lagann" endlich ergattern zu können. Nebst der Originalserie von "Berserk" (1997) hat mir kein anderer, im vergangenen Jahr konsumierter Anime, besser gefallen, als "Gurren Lagan". Diese Serie bietet eine selten erreichte, rundum gelungene Mischung aus Action und Drama, Substanz und Comedy, Mehrwert und Ecchi. Was immer man während des Betrachtens auch innerlich erwartet, "Gurren Lagann" setzt noch eins drauf.

Das ist eine dieser Serien, der es wirklich gelingt, mit gelungenen Cliffhangern, temporeichen Actionsszenen, seelischen Konflikten der Charaktere und einem abenteurlichen, wendungsreichen Plot, der buchstäblich "von ganz unten nach ganz oben" führt, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.


Zusammenfassung

SIMON



Plot: 9.5/10

Zu Beginn der Geschichte treibt ein jugendlicher Arbeiter, tief unter der Erdoberfläche befindlich, mit einem Handbohrer Tunnels ins Gestein. Weil das sein Job ist, weil der verbliebene Rest der Menschheit tief unten im Boden ihr Leben fristet und (durch gewisse Umstände) davon abgehalten wird, an die Erdoberfläche zurückzukehren. Er entdeckt während seiner Bohrarbeiten erst einen kleinen goldenen Spiralbohrer, der sich als Schlüssel entpuppt, und bald darauf den Kopf eines Roboters, eines Mechas, der "Lagann" getauft wird.

Zum Ende der Geschichte kämpft der gleiche junge Mann, nun den "Super Galaxy Gurren Lagann" pilotierend und mittlerweile zum ausgewachsenen Mann und Krieger gereift, zwischen der 10. und 11. Dimension des Universums gegen einen Endboss, der mit Galaxien um sich wirft. Muss man gesehen haben!

Der Plot bietet eine grosse Arc, die tatsächlich von Anfang bis Ende die Spannung aufrecht erhält und - nebst den gelungenen Kampfsequenzen -,  den primären Fokus auf die Charakterentwicklung des Helden legt. Dessen persönlicher Task besteht darin, aus dem Schatten des grossen Bruders zu treten und selbst zum Anführer zu werden, diese Entwicklung wird überzeugend dargestellt.

Der erste Plothöhepunkt zu Ep15 wird durch das Finale in Ep27 noch übetroffen, genau so funktioniert eine gelungene Geschichte! Gewürzt mit einem Hauch von Love Triangle, einer Prise Intrige, der obligaten Damsel in Distress und einem epischen Helden, der niemals aufgeben will, so aussichtlos die Lage auch scheint: wird "Gurren Lagann" zu einem Anime, den man einfach gesehen haben muss!

Mehrere altestamentarische Bilder finden zudem Verwendung; So die Arche des Noah (das Arc-Gurren Lagann Raumschiff) , die 7 fetten und die 7 mageren Jahre sowie die Gefangenschaft des Josephs in Ägypten. Weiter die Schöpfungsgeschichte in 7 Tagen, wobei Team Gurren sich anmasst, nun den siebten Tag zu dominieren. Ferner weist der Spiralenkönig, der Endboss der ersten 15 Episoden, Parallelen zum alttestamentarischen Gott auf. Simon repräsentiert, insbesonders im Fortlauf der Story, den Christus-Charakter.


Charaktere: 9/10

KAMINA      /       SIMON


Kamina ist der totale Chad, der "most interesting Man in the World"-Charakter, und Simon zu diesem Zeitpunkt noch ein Jüngling, auf der Suche nach Orientierung. Wir verfolgen in "Gurren Lagann" den Werdegang des Simon, den Kamina bereits in Episode 1 (wenn ich mich recht erinnere, allenfalls war es Ep2) als seinen Blutsbruder deklariert. Kamina lehrt Simon, dass der Glaube Berge versetzt; Dass die Gesetze wohl ihre Wirkung haben, aber der Glaube sie dennoch überwinden kann. "Niemals aufgeben, immer weiterkämpfen!", das ist die Botschaft, die durch "Gurren Lagann" dem Shonen-Publikum vermittelt wird.

"Vergiss mal die Logik und tu das Unmögliche! Denk´ immer daran! Nur so funktioniert das Team Gurren!"
- Kamina, zu Simon

Chad Kamina (Bild links), der den Kampfroboter "Gurren" pilotiert, kennt nur eine Stossrichtung: immer mitten in die Fresse rein!

Zusammen mit dem Roboterkopf "Lagann", pilotiert vom abwägenden, eher zurückhaltenden Simon, wird diese Kombination zum Mecha "Gurren Lagann".

Ab einem gewissen Punkt liegt es (aus nicht zu spoilernden Gründen) an Simon alleine, die totale Kontrolle über "Gurren Lagann" zu übernehmen.

Ab hier begleitet der Zuschauer die Entwicklung des Charas Simon zum Erlöser des irdischen Lebens, die Bezeichnung scheint mir angebracht.

(Beinahe) von Anfang an wird das Team Gurren, bestehend aus Kamina und Simon, begleitet vom erquickenden wie stimulierenden Charakter "Yoko".

YOKO

Hier macht GAINAX alles richtig, genau so muss das, so macht man das richtig! Yoko ist besonnen, hardcore und sexy zugleich, Yoko geht ihren eigenen Weg, entschliesst sich ab einem gewissen Zeitpunkt zum Rückzug aus dem Game, - um letztlich doch ein riesen Comback zu geben, - massive Props gehen raus, Yoko ist der Hammer! ^-^

In Punkto Charakterentwicklung kann man "Gurren Lagann" nichts ankreiden. Was hier abgeliefert wird, das ist solide, cool und schlicht grossartig.


Action: 9/10

Was will man hier bemängeln, da gibts nichts zu bemängeln! Vom Beschuss mit ordinären Patronen, bis hin zum Bewurf mit ganzen Galaxien, "Gurren Lagann" kann liefern. Das Tempo der Kampsequenzen ist sehr hoch bemessen, man kann die Animationsmannschaft nur loben ob des investierten Aufwands, das Endergebnis war es letztlich wert: auch in diesem Kritikpunkt überzeugt "Gurren Lagann" auf ganzer Linie.


Soundtrack: 7/10

Abgesehen von der Intromelodie wurde der Jury in Punkto ´musikalische Untermalung´ kaum was eingeprägt. Sehr gelungen wirken die mit dem gleichen Thema unterlegten Meilensteinszenen im Laufe des Plots. Der Soundtrack bietet nichts, das man sich extra als CD noch kaufen möchte, passt aber soweit gut zum Geschehen.


Gesamteindruck:

Die Jury ist begeistert von "Gurren Lagann", gibt beide Daumen nach oben und kann diesen Stoff nur empfehlen:



Wertung:

9.5 /10