Samstag, 19. Januar 2019

"The Making of Paprika"




Anime Rangliste



Version 2.9
  
Letzte Aktualisierung: 19.01.2019


Dieser Beitrag wird laufend ergänzt und erweitert, bis er irgendwann in finaler Version erscheint.


Update 2.9 Notizen:

* Neueinstieg auf Platz 17: "PAPRIKA" (mit Text)
* Neueinstieg auf Platz 13: "TEXHNOLYZE" (mit Text)
* Neueinstieg auf Platz 31: ".HACK//QUANTUM" OVA (mit Kurztext, mit Youtube Link, Deutsch)
* Platz 28 "ELFEN LIED" ergänzt mit Youtube Link (Deutsch, alle Folgen)

* Zur Info: Während der Aktualisierung der Inhalte ist diese Seite jeweils nicht aufrufbar.




# 1

KIRIKA YUUMURA

Titel: "NOIR"
Erschienen (J): 2001 
Studio: Bee Train
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Drama, Mystery, Seinen



Dieser Anime kriegt von mir die Höchstnote Plus, weil er schlicht das Grösste ist, das jemals produziert wurde und eine Steigerung dessen, dieser einmaligen Virtuosität und Komplexität, schwerlich denkbar ist. Hier wurde alles richtig gemacht! Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemals ein Anime "NOIR" übertreffen kann. Diese Annahme gründet auf mehrere Faktoren, die diesen einzigartigen Anime zu dem machen, was er ist, - ein Meisterwerk, ein artistischer Branchenprimus, die Krone seiner Zunft.

Grob gesagt erzählt "NOIR" die Geschichte von zwei Auftragsmörderinnen auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Bereits jetzt sollte sich in dir bemerkbar machen, wieviel Spannung, wieviel Potential in dieser Geschichte liegt, und sie schöpfen es vollends aus.

"NOIR" erzählt die Geschichte von Mireille und Kirika. Wie im Rest dieses ganzen Animes, der sich über 26 Folgen erstreckt, wird keine Zeit verschwendet für einleitende Erklärungen und du steigst stattdessen direkt ein in diese Erzählung. Darum wirst du 3 Episoden mindestens brauchen, um überhaupt zu realisieren, was du dir hier ansiehst. Die Komplexität dieses Anime ist unerreicht und einzigartig, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Mireille ist eine Auftragsmörderin, das ist ihr Job. Gleich zu Beginn der ersten Folge wird ihr der neue Auftrag per E-Mail mitgeteilt, das Ziel ist eine Kirika Yuumura und Mireille macht sich auf den Weg. Denn von diesem Job lebt sie, sie verdient damit ihr benötigtes Geld. Sie trifft dann auf Kirika, doch der Auftrag entwickelt sich anders als erwartet, denn eine dritte Partei steigt plötzlich ein und macht ihrerseits Jagd, sowohl auf Mireille als auch auf Kirika. Im Zuge des Feuergefechts rettet Kirika ihrer Häscherin Mireille das Leben und erledigt all die anderen Typen mit ihrer Pistole wie nebenbei. Nun stehen sich die Zwei gegenüber, aber Mireille weiss nicht so recht, wer ist diese Kirika?, sie zögert. Statt sie zu töten.

Kirika offenbart ihr, dass ihr Name "NOIR" ist. Und dass sie Menschen einfach töten könne, und sie wisse nicht recht warum, und all dies ohne was dabei zu fühlen.

Dann kommen ihr die Tränen.

Mireille hätte die Möglichkeit, Kirika einfach zu erschiessen, doch sie tut es nicht. Nach einer, wie in diesem Anime vielfach vorhandenen, einfach nur durch die Mimik der Figuren aussagekräftigen Szene, gehen sie gemeinsam zur Wohnung, in der Kirika lebt. Mireille lässt Kirika mehrfach wissen, dass sie ihren Auftrag nicht vergessen habe, er sei nur aufgeschoben gewisserart. Fortan werden Kirika und Mireille gemeinsam den Weg gehen, Kirika wird Mireille begleiten.

Mireille selbst hat eine relativ klare Erinnerung bezüglich früherer Zeiten, bezüglich all dessen, was sie sehen konnte. Kirika aber nicht, sie scheint irgendwie beraubt der Erinnerung und wird sich erst im Lauf der Erzählung allmählich an weitere Details erinnern. In eben diesem Lauf bemerkt und bestaunt die Profi-Killerin Mireille ebenso, wie geübt, cool und effektiv Kirika vorgeht, wenn es darum geht, Gegner aus dem Weg zu räumen. 


Doch sie lässt es sich nicht anmerken, Kirika gegenüber, zeigt stattdessen betontes Desinteresse. Denn schliesslich ist sie der Profi, nicht Kirika.


Kirika sagte, dass es ihr nichts ausmacht, Menschen zu töten, sie könne das einfach. Die Wahrheit sieht anders aus, es belastet sie tagtäglich, es macht sie traurig. Besonders ein Ereignis aus ihrer eigenen Kindheit. Kirika ist immer traurig, etwas bedrückt. Während des ganzen Anime lächelt sie, ich meine nur dreimal. Einmal wegen der süssen Katze, dem Fürst Myschkin. Den sie sucht, in der Stadt, in Paris. Das zweite mal am Ufer der Seine, als ihr ein Mann auffällt, ein Ex-Soldat, wie sich herausstellt, der nun Bilder malt. Das dritte mal zum Schluss des Anime, als sie realisiert, dass quasi in der letzten Folge, im Gegenteil zur ersten Folge, nun Mireille ihr das Leben gerettet hat. Dass sie nun eine echte Freundin hat. 

 Im Lauf der Geschichte, die eine Suche nach Erinnerung ist, finden sie zudem heraus, das "NOIR" nicht nur eine Person ist. Nicht nur Kirika. Sondern es sind zwei. Irgendwann taucht der undurchschaubare Charakter Chloé auf und Mireille mag sie von Beginn weg nicht. Traut ihr keinen Meter weit. Während Kirika irgendeine Sympathie empfindet, die sie selbst aber nicht erklären kann, denn ihr fehlt die Erinnerung. 

Mireilles Antipathie Chloé gegenüber wird noch grösser, als sie festellen muss, wie gut und nahezu intuitiv Kirika und diese Chloé zusammen funktionieren, wenn es darum geht, Gegner aus dem Weg zu räumen; Mireille selbst verkommt nahe zur Statistin in diesen Situationen. 

Kirika und Mireille verbindet ein schicksalträchtiges Ereignis in früher Jugend, denn gewisserart sind sie sich schonmal begegnet, waren im gleichen Haus zugegen. Irgendwann stellt sich heraus, dass damals noch ein dritter Charakter anwesend war, der all das heimlich beobachtet hat und davon ihrerseits sehr beeindruckt war, gewisserart gar begeistert.

An diesem Punkt möchte ich - auch weil dieser Text zum ersten Platz bereits viel zu ausführlich ist und ich in folgenden Kurzbeschreibungen nicht mehr in diese Tiefe zu gehen gedenke - den Beschrieb zur Handlung abbrechen und stattdessen nun noch argumentieren, warum dieser Anime der beste aller Zeiten ist und auch bleiben wird.

Alleine die Entwirrung dieses benannten Beziehungsgeflechts könnte einen Anime mit 26 Folgen füllen. Jedoch, das ist nur ein Teil von "NOIR". Ein Aspekt dieser Geschichte. Der ganze Plot ist viel grösser, Folge für Folge wird ihnen, den Protagonisten, und gleichsam auch dem Zuschauer, bewusster, was es mit diesen "Soldats" auf sich hat. Einer Organisation, der sie gewisserart nachjagen. Wer ein gewisses "Interesse" für Geheimgesellschaften und solch krudes Zeugs hat, wird "NOIR" lieben. Jesus Christ! Du hast keine Vorstellung, wie dicht diese Geschichte gewoben ist, mit dieser Story könnte man 50+ Folgen füllen, doch sie packen all das in lediglich deren 26.

Was indes viel positives bewirkt und mit ein Grund dafür ist, warum "NOIR" unerreichbar der beste Anime aller Zeiten ist. Denn so gibt es kein Gelaber. Jeder einzelne Satz in diesem Werk dient der Fortführung der Geschichte, jeder einzelne Akt dient der Vorantreibung des Plots sowie der Charakterformung. Es gibt in diesem Anime keine einzige Füllerfolge, das lässt die Komplexität der Geschichte überhaupt nicht zu. 

Da sich der Text, der Dialog, strikte auf das notwendigste beschränkt, ist diesem Anime sehr gut im Originalton mit Untertiteln zu Folgen. Und dazu würde ich auch zwingend raten, weil die (D) Synchro eine Katastrophe ist und die Geschichte ihrer vielen Feinheit beraubt. Das ist der einzige Negativpunkt dieses Anime, allerdings, was kann die Originalfassung für eine verhunzte Synchro? Nicht ihr Fehler. Schau "NOIR" in OT mit UT und alles ist gut.


All das Gesagte, das macht bereits einen besten Anime aller Zeiten. Doch es kommt ja noch mehr! In jeder Folge gibt es mindestens eine Schiesserei, ein Feuergefecht, und alter Schwede! Was du hier siehst, in der ganzen Choreographie, ist schlicht das Beste, was du (medienübergreifend, Film und Anime) jemals in Sachen Schiesserei sehen wirst. Wow! Niemand killt cooler und agiler als Kirika. Das heisst, das bedeutet: in Kombination mit der komplexesten Story, die ich je in einem Anime gesehen habe, kriegst du die beste Action in Sachen Schusswechsel noch obendrein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand je etwas besseres produzieren wird, als "NOIR". Und einen der besten Anime Soundtracks like ever gibts nochmal obendrein. "NOIR" ist episch!





(+) Fun Fact: Die Originalstimme des Charakters "Kirika" aus NOIR ist auch die Stimme des Charakters "Clare" aus CLAYMORE, Hōko Kuwashima





# 2


Titel: "NEON GENESIS EVANGELION" (+ "THE END OF EVANGELION")
Erschienen (J): 1995
Studio: Gainax / Production I.G.
Publisher (D): AV Visionen
Genre: ...Evangelion





 
Das Motto der Unterorganisation NERV, der Nachfolgeorganisation der Unterorganisation GEHIRN, es lautet: "GOD'S IN HIS HEAVEN. ALL'S RIGHT WITH THE WORLD". Zu deutsch etwa "GOTT IST IN SEINEM HIMMEL. ALLES RECHT IST MIT DER WELT".


Bildunterschrift hinzufügen

Asuka Langley. Eigentlicher, richtiger Name: Asuka Zeppelin. Sie ist Deutschland.

Das Bild rechts ist das Logo von SEELE. Die Geheimorganisation hinter all dem weltlichen Geschehen. Es geht um SEELE. Ich wiederhole, es geht in "Neon Genesis Evangelion" um SEELE. Die Unterorganisation NERV, ich wiederhole: NERV, versucht, SEELE zu hintergehen und zu täuschen.














Wer sich am Ende stört, wie offenbar manche es tun, was zu dazumaliger Kritik führte, wie die Recherche zeigt - der hat nicht begriffen, nicht mal im Ansatz, was das tatsächliche Thema von "NEON GENESIS EVANGELION" ist.


Wohl auch aus diesem Grund legte Regisseur Hideaki Anno nach, mit der OVA "THE END OF EVANGELION". Die ganze Serie "Neon Genesis Evangelion" arbeitet zu auf die letzten Folgen 18 - 26. Spätestens ab dann, wenn er beginnt, den Szenen klassische Musik zu unterlegen, werden all deine Vorurteile gegenüber dem Medium 'Anime' zerbröseln. "Neon Genesis Evangelion" führt in leider nahe einzigartiger Weise vor Augen und direkt ins Gemüt, wozu dieses Medium fähig ist. Wir wünschten uns mehr davon. Du wirst öfters pausieren und innehalten müssen, um zu realisieren, was zur Hölle hier gerade abläuft. "THE END OF EVANGELION" schliesslich ist der deepste shit, den ich jemals gesehen habe. "NOIR" und "NEON GENESIS EVANGELION" sind die besten Anime aller Zeiten, - kaum vorstellbar, das solches übertreffbar ist.





# 3
  
MOTOKO KUSANAGI

Titel: "GHOST IN THE SHELL"
Erschienen (J): 1995
Studio: Production I.G
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Cyberpunk, Seinen


Wenngleich meine Bewertung der einzelnen Teile der "Ghost in the Shell" Reihe eher durchzogen ist (siehe Rangliste), mit der "Arise" Veröffentlichung gar auf 70% fällt, halte ich das ganze Ghost in the Shell "Universum" für das interessanteste Konzept und so ziemlich das Beste, was im Anime Bereich zu haben ist. Je gemacht wurde. 

Die Bewertung, zb die 75% für den 2. Ghost in the Shell Film, bezieht sich rein auf die jeweilige Veröffentlichung, als isoliert betrachtetes Werk. Zwar wird in all den einzelnen Anime eine jeweils abgeschlossene Geschichte erzählt, aber so funktioniert der Zauber von "Ghost in the Shell" nicht. Wer nicht mit diesem 1995er Anime beginnt, um ein grundsätzliches Verständnis für die Geschichte und die Philosophie von "Ghost in the Shell" zu kriegen, wird an späteren Werken nur bedingt Freude haben, weil gewisserart der Zugang fehlt.

Wer sich zb nur die "Arise" Reihe ansieht, als isoliertes Werk, wird diesem Anime nicht mehr als 70% geben. Darum diese Bewertung. Ganz anders aber sieht der Fall aus, wenn man die Vorgeschichte Motokos kennt, bzw. die spätere Geschichte, weil die jüngste Veröffentlichung "Arise" ja zeitlich vor dem obigen Anime spielt; Ich fand "Arise" spitze! 90% wären angemessen - aber nur deshalb, weil ich von Beginn weg den Zugang hatte und den Rest dieses "Universums" bereits kannte. Dies nur als (ziemlich holprige, ich bitte das entschuldigen,) Erklärung zur eher tiefen Bewertung der nachfolgenden "Ghost in the Shell" Veröffentlichungen. 

Holprige Rede, kurzer Sinn: Wer sich für "Ghost in the Shell" interessiert, sollte mit diesem Anime von 1995 beginnen. Hier wird der Grundstein gelegt für das interessanteste Konzept, das die Anime Welt zu bieten hat. 

Vordergründig ist "Ghost in the Shell" eine überzeugende Action Anime-Reihe mit häufigem Geballer, Verfolgungsjagden, Explosionen, Verschwörungen, Intrigen und futuristischem Hightech-Equipment. 

Das ist ziemlich cool und würde für sich alleine bereits funktionieren, auch wegen des faszinierenden Hauptcharakters Motoko Kusanagi. Unverständlich für mich, weshalb im Feminismus das Medium Anime nicht gehypt wird, denn die bislang stärksten, überzeugendsten, anziehendsten und schlicht coolsten weiblichen Charaktere sind mir in Anime begegnet. Hier ist es durchaus üblich, dass eine Frau die Hauptrolle spielt. "Ja, wie in Pornos auch!", mag jemand einwenden, aber Halt Stopp! Zwar wird in Anime, von Ghibli Produktionen mal abgesehen, nicht zwingend mit Reizen gegeizt. Auch Motoko wird dann und wann durchaus aufreizend in Szene gesetzt, und sie setzt das (als Charakter) auch punktuiert und bewusst ein, ab und zu, aber das ist nur ein Aspekt. Das, was Motoko Kusanagi wirklich sexy, überzeugend, attraktiv und cool macht, das ist ihr Wesen, ihre Intelligenz, ihre Art - es ist ihr "Ghost".

Der "Ghost" in der "Shell", das Verhältnis von Geist und Körper, die Frage, was einen Menschen ausmacht und überhaupt erst zum Menschen macht, nämlich der "Ghost", das ist das zentrale philosophische Thema in "Ghost in the Shell". Und ich bin da ganz ehrlich: je höher diese philosophische Komponente in einem Anime dieser Reihe gewichtet und behandelt wird, umso höher fällt meine Bewertung aus.

Diesen Anime hab ich nun mindestens 3x schon gesehen und dies auch darum, weil dieses Werk eine gewisse 'Stimmung' sehr gut rüberbringt (mir fällt das treffende Wort nicht ein,) eine 'Aura', eine... Es gibt diverse Szenen, musikalisch unterlegt und gerne auch minutenlang, die für den Plot nicht bedeutsam sind, sondern eben das erzeugen, was ich etwas hilflos zu benennen versuche. Die Kombination von existenzieller Philosophie, dieser besonderen 'Stimmung', starken Charakteren, verzwicktem Plot und überzeugend in Szene gesetzter Action (sprich, das Rezept für den 1999er "Matrix"), all das macht "Ghost in the Shell" zu dem, was es ist. Echt guter Stoff.

Worum es nun konkret geht in diesem Universum, darauf werde ich in den folgenden Kritiken eingehen.








#4

"L"            LIGHT YAGAMI           RYUK

Titel: "DEATH NOTE"
Erschienen (J): 2006
Studio: Madhouse
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Thriller, Krimi, Mystery, Fantasy



Es war diese Madhouse Produktion, die mein neuzeitliches Interesse am Medium "Anime" geweckt hat. Und diese Glut loderte auf um zu brennen. Denn ich hab schon als kleiner Bub die episodischen Abenteuer von "Captain Future" am Fernseher gebannt verfolgt (lief damals beim ARD, einmal wöchentlich), dieses Medium bereits damals als 'irgendwie besonders' wahrgenommen, - doch ich musste weit über 30 werden, um in einem Instant-Flashback zu realisieren, das "Captain Future" ein Anime war.

Zu Death Note: Genial. Im Grunde ein "Krimi-Thriller", der nach dem Columbo Schema verläuft, dh man weiss als Zuschauer von Beginn weg, wer der Täter ist, wer das "Death Note" benutzt, um Verbrecher umzubringen. Die restliche Zeit verfolgt man dann die Ermittlungen der Sonderbehörde unter "L" und die Versuche des Täters "Light", seine Spuren zu verwischen. Ganz im quasi 'realen' Raum Tokyo angesiedelt, hat diese Serie nur einen leichten, jedoch zentralbedeutsamen Fantasyeinschlag, in Punkto "Death Note" und "Shinigami", und all das funktioniert wunderbar. Das alles ist genial, intelligent und spannend umgesetzt, man verschlingt diesen Stoff regelrecht. Beim ersten Mal sehen hab ich mir sämtliche Folgen am Stück durchgesehen, ich konnte nicht mehr aufhören. Das war noch auf Youtube, jemand hat das hochgeladen. Darauf hab ich mir die zwei DVD Boxen geholt und mir das Ganze noch zweimal komplett angesehen.


Den einzigen Wertungsabzug, den ich dieser Serie machen muss, begründet eine Script-Entscheidug, nämlich die, einen der Charaktere sterben zu lassen, und dies nur und einzig, um die Serie zu verlängern. Denn dieser Charakter hat bereits rausgefunden und weiss, wer der Mörder "Kira" ist, er durchschaut den Charakter "Light" völlig. "L" weiss, wer "Kira" ist, was dann in seiner Frage an "Light" gipfelt: "Ich frage mich, ob du in deinem Leben jemals die Wahrheit gesagt hast."

Denn genau das ist bezeichnend für den Charakter "Light", er ist ein Mörder und Lügner von Folge 1 an, er belügt und benutzt Jeden, die Familie, die Freundin, einfach jeden der ihm begegnet; nicht ein einziges mal spricht er die Wahrheit. Häscher und Mörder sind in dieser Geschichte derart intelligent veranlagt, dass sie sich einen epischen Battle liefern, und genau das macht "Death Note" so stark. Riesenanime! Nachdem sie "L" austauschen wird es allerdings etwas lame, da dies nur der Verzögerung dient, der Verlängerung der erfolgreichen Serie, weil der betont farblose 'Ersatzcharakter' geschlagene 4 bis 5 Episoden braucht, um wieder den Ermittlungsstand zu erreichen, den zuvor "L" bereits hatte. Da verliert die Geschichte an Schwung, darum der leichte Abzug. Das Finale schliesslich ist gelungen, der "High Noon" sozusagen, und letztlich vermittelt die Geschichte eine einfache Moral: "Hochmut kommt vor dem Fall", das Element des "Death Note" dient hierbei zur sprichwörtlichen Beflügelung des Hochmuts, verkörpert durch den Charakter "Light".


 Dieser Anime ist ein must-see, Pflichtprogramm.







# 5

MIO AKIYAMA      AZUSA NAKANO      RITSU TAINAKA     YUI HIRASAWA      TSUMUGI KOTOBUKI

Titel: "K-ON!"
Erschienen (J): 2009 - 2011
Studio: Kyōto Animation
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Slice of Life, Comedy, Coming of Age, School Life, Musik, Moe



Der bezeichnende Charme dieser zwei Staffeln umfassenden Serie wiederspiegelt sich im leichtherzigen Hauptcharakter Yui, die sich in einer frühen Folge derart charakterisiert: "Ich mag alles, was süss schmeckt und niedlich aussieht!". Alles in "K-ON" ist niedlich anzusehen, mitzuverfolgen, hier scheint die Sonne von der ersten bis zur letzten Folge. Natürlich ist es sehr leicht, über einer Serie wie "K-ON" rumzubitchen, sie ungesehen zu verachten, weil man einfach zu cool für sowas ist, zu hart. Auch dieser Jetpilot ist leicht gehemmt, diesem Werk eine Höchstnote zu geben, weil am Ende des Tages "K-ON" so actionreich ist, wie eine Tasse Tee. Jedoch, auch nach längerem überlegen: ich finde nicht das Geringste, was ich diesem Werk ankreiden könnte, alles ist in sich stimmig, wunderschön und in aller Ruhe ausgearbeitet und lieblich präsentiert.


Nebst der eigentlichen Geschichte um eine Schulband aus 4 (später 5) Mitgliedern, die sich nach dem Unterricht jeweils in einem Schulhauszimmer treffen, - eigentlich um zu Proben, aber wie das halt so ist (siehe Bild) -, seh ich in "K-ON" mehr noch eine Charakterstudie. Jedes Mitglied hat sein ganz eigenes Wesen und Verhalten, seinen individuellen Hintergrund. Es ist interessant mitzuverfolgen, wie diese Charaktere interagieren. Das lullt einem derart ein, und die Macher zelebrieren das regelrecht, dass man sich bald wie mit am Tisch sitzend glaubt.


Ich könnte viele Seiten lang über diese Serie schreiben, eben auch darüber, was sie mit dem Zuschauer anstellt. Das ist faszinierend. Nur als ein Beispiel: Mio hat Ambitionen, sie will wirklich proben, Musik machen. Mugi hingegen sucht einfach Freunde, darum sie auch immer Gebäck mitbringt, zur 'Teezeit nach der Schule' (wie sich die Band später dann auch nennt), Yui interessiert sich primär dafür, es schön zu haben und Süsses zu essen. Es führt dazu, dass sie während der Probezeit primär rumsitzen, naschen und quatschen, statt Musik zu machen. Mio regt das auf, sie will die anderen, mit mässigem Erfolg, antreiben. Als Zuschauer ist man zu Beginn ganz mit Mio, "macht mal Musik, ihr Gören!". Mit der Zeit jedoch gewöhnt sich Mio an Gebäck und Tee, an das ruhige und lustige Zusammensein, wobei die eigentlich Idee, Musik zu machen, immer weiter in den Hintergrund rückt. Irgendwann erschrickt sie dann selbst, wie es mit ihr soweit kommen konnte. Und dem Zuschauer gehts genau gleich, man gewöhnt sich dran und begrüsst es bald, dass sie einfach nur rumsitzen, quatschen und Teezeit machen.

Diese Serie verbreitet eine derartige Ruhe, das hab ich so noch nie gesehen, alles läuft gemächlich, gemütlich und immer niedlich. Und wenn dann doch mal irgendwas passiert - so zB beschliessen sie in den Sommerferien, auch auf Druck von Mio, ein "Trainingscamp" in einem Strandhaus zu machen. Man kann sich ja schon ausmalen, wie oft sie dann dort auch wirklich proben werden.




Mio wird noch ein letztes Mal ausrasten deswegen, und sich dann einfach geschlagen geben. Es gibt ja auch schlimmeres, als Kuchen und Tee. Und eben: Wenn hier wirklich mal etwas passiert (um den Faden wieder aufzunehmen) - wie zB hier nun, dass das gewohnte Schulumfeld durch eine neue Umgebung (für eine Folge) ersetzt wird, die Mädchen im Zug dorthin fahren - man wird selber ganz aufgeregt darüber, wow, es passiert was! "K-ON" bietet ein einzigartiges 'Seherlebnis'.

Die zweite Staffel hat doppelt so viele Folgen wie die Erste, was sie zum Anlass nehmen, das Tempo noch weiter zu reduzieren, die Details noch feiner und in aller Ruhe auszuarbeiten - und das steigert noch das Ergebnis, das Erlebnis!


Und wenn sie dann doch mal Musik machen, dann klingt das so toll, was natürlich Geschmacksache ist, doch mir gefällt diese 'leichte Popmusik', ist wirklich nice!


"K-ON" ist der 'positivste' Anime, den ich je gesehen habe, 100% sind völlig verdient. Mit in diese Wertung nehm ich den "K-ON Movie", ein kongenialer Film, der diese Serie praktisch abschliesst und mit einem Feuerwerk der Ereignisse abfeiert, ein Fest für jeden Kenner der Serie. Top!










# 6
 
GALATEA           IRENE           OPHELIA            RAPHAELA           TERESA            MIRIA            CLARE


Titel: "CLAYMORE"
Erschienen (J): 2007
Studio: Madhouse
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Action, Drama, Fantasy, Horror



Mit ein Faktor dafür, wie ein Werk beim Betrachter ankommt, ist die Erwartungshaltung. Umso grösser die Erwartung, umso grösser auch die mögliche Entäuschung. Das durfte ich beim Anime "AKIRA" selbst erfahren, von dem ich mir ob seines legendären Status' "in der Szene"  eine regelrechte Offenbarung erhoffte. Pustekuchen. Aber dazu später mehr, nämlich weit unten, auf Platz #22.

Wie anders doch die Erfahrung mit "CLAYMORE"! 

Was ich anschaute                        Was ich erwartete              Was ich kriegte: Grosse Schwestern!


An "CLAYMORE" hegte ich im Grunde gar keine Erwartung, nur die Hoffnung auf etwas Spannung, etwas Unterhaltung, ein paar coole Schwertkämpfe. Denn ich kannte diesen Anime nicht. 


Alleine aufgrund der Covergestaltung (und auch auf Suche nach einer relativ preisgünstigen Gesamtausgabe auf DVD), griff ich (per Mausclick) zu dieser Animeserie, zu dieser Box. Denn ich mag den Claymore Zweihänder, ich mag Schwertkämpfe in mittelalterlichem Ambiente, ich mag schwarzgrundierte Schuber mit Bildaufdruck, - und ich mag offenbar auch blonde Frauen in figurbetonten Rüstungen, was mir bis zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht wirklich präsent war. Aber so lernt man dazu!

Meine Erwartungshaltung war also nicht sehr hoch, lediglich die auf dem Cover verheissenen Elemente sollten irgendwie auftauchen, ein paar Kämpfe dabei sein und die Handlungsstränge mich nicht allzusehr langweilen.
Mein lieber Herr Gesangsverein! Meine Erwartung wurde in jeder Art und Weise übertroffen! 


Disc um Disc legte ich ein, gebannt von diesem Geschehen, am Stück hab ich mir die 650 Minuten Spieldauer gegeben. 

Über 10 Stunden hing ich an diesem Samstag vor dem Fernseher. All die Szenen, die ich mir "unbedingt gleich nochmal!" anschauen musste, manchmal aus "wow!", manchmal aus "wtf?!", nichtmal eingerechnet.




Ernste Spoilerwarnung: Darum endet dieses eingebettete Video bei Min 4:20.




"CLAYMORE" bietet eine selten spannende Inszenierung mit ergreifendem Plot, gewisserart um den Zwiespalt "Gut/Böse", die ruhige Kraft des Einen und die enthemmte, rücksichtslose Kraft des Anderen, vereint in dieser Schöpfung "Claymore" (es gibt mehrere), mit den stärksten und coolsten Frauen, die mir je im Fernsehen präsentiert wurden. 

Dieser Anime geizt weder auf sentimentaler, herzlicher, noch auf brutaler, physischer Ebene; An kompromisslos abgetrennten Gliedmassen, Innereienfressenden Monsterfiguren und hektoliterweise strömendem Blut darf man sich nicht stören.


Der Kern dieser Geschichte ist die besondere Beziehung zwischen einer "Badass" und zugleich herzensguten (eigentlichen) Mutterfigur, der Claymore Teresa, und ihrer (gewisserart) Ziehtochter Clare. Die beiden sind nicht verwandt, was sie verbindet ist ein starkes Band der wahren Liebe. Du wirst diese Szenen nie vergessen, wenn die Zwei sich zum erstem Mal begegnen; Die kleine, hilflose und in ihrer Stieffamilie misshandelte Clare, und die ausgewachsene Claymore Teresa, vor der sich alle Bewohner fürchten, als sie das Dorf betritt. Nur die kleine Clare geht zu ihr und hängt sich mit Tränen in den Augen gewisserart an Teresas 'Rockzipfel'. Was dann passiert, du wirst das niemals wieder vergessen. 

Sowas hab ich bislang noch nie im Fernsehen gesehen, "sowas kann man doch nicht bringen!", schreit der Hausverstand. Das ist so krass, jedoch gerade dieses dramatische Ereignis knüpft rückblickend dieses besondere Band zwischen den Zwei; die Reaktion von Clare wird dich berühren, sofern du keinen Stein hast, dort wo andere ihr Herz haben.


Zwar beschützen die Claymore die Menschen, diese jedoch meiden und ängstigen sich ob den Claymores. Denn eine Claymore ist nur zur Hälfte Mensch. Die andere Hälfte ist ein Yoki. Yoki sind Monster, und zwar gerade die, welche die Menschen terrorisieren und vor deren Angriffen die Claymore Dörfer beschützen. Die dämonische Kraft der Yoki wird Yoma genannt.


Die Claymore benutzen ihre Yoma Kraft, um den Yoki ebenbürtig zu sein, um sie bekämpfen zu können. Jedoch müssen sie dabei sehr vorsichtig sein, wenn sie ihr Yoma einsetzen (jede Claymore hat hier eine spezielle Fähigkeit, auf die sie ihr Yoma fokusiert).  

Denn das Yoma ergreift die Claymore, nimmt Besitz von ihr, erst leuchten ihre Augen, dann treten ihre Adern hervor und immer mehr verzerrt sich ihr hübsches Gesicht zur Monsterfratze, je mehr Yoma sie freisetzt. Es gibt eine innere Grenze, die keine Claymore hierbei übertreten darf, da sie sich ansonsten nicht mehr zurückverwandeln kann. Es ist ein Spiel mit dem Feuer.

Was Teresa besonders macht, das ist der Umstand, dass sie selbst ihr Yoma im Grunde gar nie einsetzt. Sie bleibt Mensch und beherrscht ihre Gegner aufgrund ihrer Fähigkeiten dennoch. Teresa wird (aus bestimmten Gründen) von anderen Claymores gejagt und es ist so cool mitanzusehen, wie Teresa im härtesten Schwertkampf noch immer 'sanft lächelt' (woher ihr Spitzname rührt), während ihre Gegnerin bereits voll im roten Yoma-Bereich läuft, um mit Teresa irgendwie gleichauf zu bleiben. Teresa braucht das Böse nicht, sie schöpft ihre Ruhe und Kraft aus etwas anderem.


Letzlich jagen sie Level-Bosse und bekämpfen am Schluss den End-Boss des Bösen, von der Rahmenhandlung her. "CLAYMORE" lebt von den Charakteren, ihren Spezialfähigkeiten und der coolen Inszenierung der Schwertkämpfe, die völlig OP sind (overpowered). "CLAYMORE" bringt krasses Entertainment und das Herz bleibt dabei nicht auf der Strecke.


Nebst "NOIR" gehört auch "CLAYMORE" zu den Anime, die man sich zwingend im Originalton ansehen sollte. Die D-Synchro ist misslungen und raubt vom Charme dieses Anime. Alleine schon - wie hier in der Vergangenheit bereits von Leserseite richtig kommentiert wurde - alleine schon wegen der Aussprache der Namen darf man den Originalton nicht missen.


Abzug gibts von mir dafür, dass mindestens ein Strang der Handlung ins Nichts führt, ein bestimmter Charakter völlig überflüssig ist, bis zum Ende nicht einmal in Aktion tritt, und weil die Geschichte mit Episode 26 etwas abrupt aufhört. Wie ich mitgekriegt habe, lief der Manga auch noch weiter, nur der Anime wurde an diesem Punkt gewisserart abgewürgt. Das spürt man leider und dafür gibts Abzug. Davon abgesehen: Top Anime!






# 07


Titel: "EVANGELION" (1.01/2.22)
Erschienen (J): ab 2007
Studio: Khara
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Action, Science-Fiction, Drama







# 8

CRIM    SORA     GINKAN     SUBARU               BT        BEAR        MIMIRU      TSUKASA                           

Titel: ".HACK//SIGN"
Erschienen (J): 2002
Studio: Bee Train
Publisher (D): Nipponart
Genre: Fantasy, Game, Drama


"Wir haben uns auf den Schlüssel der Dämmerung konzentriert. 
Die Wahrheit ist nicht leicht zu erkennen. Aber ich bin überzeugt, dass es ihn gibt."      
             - Subaru


Siehst du, was sich auf diesem Schatz befindet? Erkennst du, wer das ist? Dieser Schatz taucht gleich zu Beginn auf, wird zum wiederkehrenden Ereignis in der Erzählung und ist der Kern dieser Geschichte. Mit im Bild ist der Charakter Tsukasa.

".hack//sign" handelt von der Suche. Der Suche nach Erinnerung, Erkenntnis, nach sich Selbst. Von der Suche nach der Wahrheit, dem richtigen Weg, nach dem Leben - und der Liebe. All das ist der "Schlüssel der Dämmerung", nach dem die Akteure, die Spieler in "The World", suchen.

 "The World" ist der Name eines Online-Rollenspiels mit 2 Millionen Spielern und die Kulisse dieser durchdachten Erzählung von Regisseur Kouchi Mashimo (ua. "NOIR"). Das Studio Bee Train, das diesen Anime meisterlich geschaffen hat, wurde von Kouchi Mashimo selbst ins Leben gerufen. Das Konzept des Spiels "The World" ist, natürlich, als Parabel zur echten Welt zu sehen und zu verstehen. 

Wir begleiten - im Wesentlichen - 8 Individuen und Onlinecharaktere auf einer Reise durch 25 + 1 Folgen. Lobend zu vermerken ist, dass es hier, wie schon in "NOIR", keine einzige Füllerfolge gibt. Allenfalls kann man die Folge mit dem danach niemals wieder auftauchenden Charakter "A20" einen Füller nennen, ich allerdings nicht, weil diese Folge auch dazu dient, dem Mit-Hauptcharakter Mimiru mehr Kontur zu verleihen.


In Mimiru habe ich mich ein wenig verliebt. Wegen ihrer Art, ihrer Treue und dieser süssen Stimme (Megumi Toyoguchi). Man sollte sich ".hack//sign" unbedingt im OT mit UT ansehen.

Der Hauptcharakter Tsukasa steht im Zentrum der Handlung. Aus irgendeinem Grund kann sich Tsukasa nicht mehr ausloggen aus dem Spiel. Er findet sich wieder in diesem Spiel, ohne Erinnerung. Während alle anderen Spieler in der echten Welt vor einem Computer sitzen und sich in das Spiel einloggen, befindet er sich mit seinem ganzen Bewusstsein in diesem Spiel, er ist darin gefangen. Dh. wie ein Mensch in dieser Welt, so findet sich Tsukasa mit all seinen Sinnen im Rahmen dieses Spiels wieder. Er kann riechen, er fühlt Schmerz. Ich will nicht zuviel spoilern, aber das ist die Grundsituation.

Mimiru liebt Tsukasa. Es wird so nie ausgesprochen, aber der Fall ist völlig klar. Als Mimiru erfährt, dass der zentrale Charakter Tsukasa in der Echtwelt kein Junge, sondern ein Mädchen ist, liebt sie Tsukasa auch weiterhin, nur nicht mehr auf "die Art", und bleibt ihm bzw. ihr bis zum Ende treu. Mimiru - Ehrenmann!

Auch Subaru liebt Tsukasa, wenn auch auf einer anderen Ebene, von Beginn weg. Ihre Liebe zu Tsukasa geht noch tiefer und wird dazu führen, dass der Charakter Subaru "umkehrt", wie man das im Christentum nennt, diese bestimmte, lebendige Veränderung.

Als Subaru recht spät erst erfährt, dass Tsukasa in der richtigen Welt, in der Offline-Welt, im Gegensatz zu seiner Präsenz im Spiel, ein Mädchen ist, liebt Subaru Tsukasa weiterhin, in unveränderter Weise. Darum, weil, wie sie sagt, Tsukasas "empfindsame Seele mein Herz berührt hat".

Die zwei werden ein Paar, zumindest in der Welt von "The World"; Die gewisserart, für die Spieler, zu einer neuen "richtigen Welt" geworden ist. 

Subaru ist von Morgens bis Abends täglich eingeloggt. 

Weil sie in der Onlinewelt von "The World" laufen und rennen kann. Während sie in der Echtwelt im Rollstuhl vor dem Computer sitzt und weder laufen noch umherrennen kann. 

Wie es um die Geschichte und Umstände der Spielcharaktere in der Echtwelt bestellt ist, welche Personen hinter diesen Avataren stecken, wird der Ahnung des Zuschauers überlassen. Der Regisseur beschränkt sich auf kurze Szenenbilder aus der realen Welt, die in einem grauen Grundtton gezeigt werden und irgendwie mit jeweiligen Charakteren zu tun haben. Jeder weitere Schluss daraus ist Sache des Zuschauers. Ich mag dieses Stilelement, wir kennen ähnliches auch aus "NOIR", unkommentierte Szenenbilder, die in die Erzählung eingewoben werden.



Der Charakter BT (der aussieht wie Mireille aus "NOIR") ist auf der Suche nach Liebe. Sie will nicht alleine sein in dieser Welt, in der Echtwelt, die szenenweise in grau-verrauschten Kurzsequenzen eingeblendet wird (wie erwähnt toll umgesetzt!). Sie sucht Liebe und wird darum gewisserart zum 'leichten Opfer'. Sie verliebt sich in Crim (siehe Bild), was zu einem subtil dargestellten kleinen Drama führt, worauf ich gleich noch kommen werde. Sie mag auch den Charakter Bear, der in einer Szene im Wald seinen Kopf in ihren Schoss legt. 

Sie fühlt auch was für Sora, den Luzifer-Charakter, ist ihm stellenweise nahe hörig, weil Sora nunmal der klassisch anziehende 'Bad Boy' ist und keine Hemmungen kennt.

Ihre Verliebtheit in den Charakter Crim hat dazu geführt, wie sich aus ihrem Dialog in einer Szene klar ergibt, dass sie sich im Echtleben, also ausserhalb des Spiels "The World", einmal getroffen haben, privat. Dieses Treffen führte zu Sex. In besagtem Dialog sagt Crim, der in der Realwelt ein Geschäftsmann ist, zu ihr, sinngemäss, dass er nicht wirklich auf der Suche nach einer Beziehung sei. "So eine Art Mensch bist du also", sagt BT daraufhin zu Crim. Wir alle wissen, worum es hier geht. Die Szene endet melancholisch-stimmungsvoll, mit einer entäuschten und niedergeschlagenen BT. Sie fühlt sich ausgenutzt. Sie fühlt sich benutzt, mag ich erahnen.

Der Charakter Crim ist eine Ratte, einer, der andere Menschen manipulieren will.

Nach der Geschichte mit BT wird er versuchen, den Charakter Subaru auf ähnliche Weise zu kriegen. 

Wie gesagt, überlässt es der Regisseur bewusst dem Zuschauer, bestimmte Schlüsse zu ziehen, er liefert nur Indizien. Und es gibt da diese Szene im letzten drittel Serie, wir sehen Crim und Tsukasa in einer Kirche. Wie gesagt, ich will nicht zuviel verraten, aus dieser Szene lässt sich im Grunde schliessen, dass Crim in Wahrheit der Vater von Tsukasa ist und seinerseits in diesem Spiel aktiv ist.

Zu Beginn war mir BT unsympatisch. Wenn man sie in der Folge aber besser kennenlernt, durch solche Geschichten, fällt es schwer, keine Gefühle für sie zu entwickeln. Sie sucht nach Liebe und fällt dabei mehrmals auf die Nase. Sowas lässt auch diesen Kriegsheld und Spaceshuttlepilot nicht unberührt. Dieser Charakter wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympatischer, sie ist gewisserart am menschlichsten, was insbesonders durch eine dieser Grau-Verrauschten Realwelt Szenen unterstrichen wird.


Der "Wave-Master" Tsukasa ist in dieser Geschichte der Christuscharakter. Das bedeutet nicht, dass er Jesus ist, sondern dieser Charakter ist von der Jesusgeschichte inspiriert veranlagt worden. Was ihn freilich auch irgendwie zum Heiland macht, und diese Rolle spielt Tsukasa in diesem Anime. Im Lauf der Geschichte stirbt Tsukasa und wird daraufhin auferstehen. Während der Sterbesequenz sehen wir ein Wundmal auf seiner Handfläche. Innerhalb der Gruppe ist er der Heiler, er ruft ins Leben zurück. Es ist völlig klar, wen Tsukasa repräsentiert. 

Spätestens, als in diesem Anime auch noch die Offenbarung des Johannes zitiert wird, sollte der Groschen fallen.

Die weitere Besonderheit des Charakters Tsukasa, diesbezüglich nun als "ganz Mensch", ist der erwähnte Umstand, dass er sich 'nicht mehr ausloggen kann'.


"Ich komme nicht mehr raus. Sterbe ich, werde ich wieder zum Leben erweckt. Ich kann nicht fliehen, und ich kann nichtmal sterben. Ich bin einfach nur hier. Ich bin gefangen in 'The World', trotz einer gewissen Freiheit, die ich hier habe."
             - Tsukasa

Ich sehe mich leider nicht dazu fähig, muss ich erkennen, den Inhalt dieses Anime verständlich rüberzubringen. Denn diese Geschichte spielt auf mehreren Ebenen und ist sehr komplex gewoben, ich werde dir das nicht verständlich rüberbringen können, in diesem Rahmen. Ich kann nur einzelne Elemente beschreiben. Du solltest dir diesen Anime wirklich ansehen, er ist Top, ich bin begeistert von diesem Stoff, von diesem Regisseur. Und begleitet wird diese Erzählung von einer sensationellen musikalischen Untermalung von Yuki Kajiura, die bereits "NOIR" in andere Sphären hob. Top Anime!

Kommen wir noch zu einigen weiteren (symbolischen) Aspekten:

Auch der prophezeite Antichrist, und was zu dessen erscheinen führt (siehe nachfolgende bzw. beitragsabschliessende Beschreibung der Folge 25, - und auch wenn dieses Erscheinen dann anders geschieht -, die Botschaft ist völlig klar), ist präsent, der (sagen wir: potentielle) Antichrist heisst "Aura". Auch der Satan selbst, Saturn ist präsent, er taucht in dieser Geschichte auf als - Trommelwirbel - "die Mutter". Du solltest dir darauf einen Reim machen können, wenn du mit mir bist.

Ein Charakter jedoch muss nun noch näher Beschrieben werden, nämlich Subaru.


Auf einer Metaebene ist Subaru der Charakter, der das Christentum annimmt, durch ihre Liebe zu Tsukasa. Sie ist der Saulus/Paulus Charakter. Sie ist der einzige Charakter, der in diesem Anime in einer Szene betend gezeigt wird. Die Liebe zu Tsukasa, und die Erkenntnis daraus, verändert Subaru. Ihr Wesen, ihr Leben.

Was allerdings der saturnischen Miliz "die roten Ritter" missfällt, die sich im Namen des Spielbetreibers "CC Corp.", ich wiederhole: "CC Corp.", um Recht und Ordnung innerhalb des Spiels "The World" kümmert.

 
Die "roten Ritter" repräsentieren "das Gesetz", klingeling.

Subaru ist von Beginn weg der Anführer bzw. das Oberhaupt der "roten Ritter". Der Hauptmann der "roten Ritter" stellt fest, dass Subaru sich verändert und rät ihr darum, den Kontakt zu diesem Tsukasa (dem Christuscharakter) abzubrechen. Doch sie hört nicht auf ihn, und tut, was sie tun will. Später sagt sie zum Hauptmann der Miliz, dass sie eigentlich gar nicht befugt seien, andere Spieler von "The World" zu verwarnen, zu bestrafen und zu verhaften (sprich: 'ihr sollt nicht richten'); Sie sagt weiter, der Hauptmann solle nicht mehr von 'Tätern' sprechen (sprich: weil wir alle Opfer, weil wir alle Sünder sind).


"Die Dunkelheit wird durch einen Schimmer erhellt. Solange du die Dunkelheit und das Leid sehen kannst, bist du gerettet. Zumindest glaube ich das. Es gibt einen Weg, der zu all deinen Wünschen führt. Mit Sicherheit!"
                     - Subaru

Der Hauptmann widerspricht Subaru, der Anführerin; Man müsse bei Typen, die sich nicht an Recht und Ordnung (der "CC Corp.", Betreiber des Spiels) halten, nunmal hart durchgreifen.

Und an dieser Stelle muss ich abkürzen, weil dieser Beitrag ist schon viel zu lang:

Folge 25, als Tsukasa, Subaru und Mimiru mitten ins "Reich des Bösen" verschlagen werden, die Darstellung des dort herrschenden Intrigen- und Täuschungswerk, ist mit das Beste, was ich in einem Anime je gesehen habe (vom Konzept her, im Gesamtwerk dieser Geschichte). Sie kommen in dieser Folge 'in die Hölle', um dadurch 'in den Himmel' zu finden. 

Stark, richtig stark gemacht, auch das Ende dieser zweitletzten Episode geht richtig zu Herzen. Folge 26 ist gewisserart nurmehr ein Bonus, die Geschichte findet mit der fulminanten Episode 25 ihr Ende, als Tsukasa, das Mädchen Tsukasa, aus dem Koma erwacht, sich dadurch ausloggen und in die richtige Welt zurückkehren kann. 


Auch in Folge 25, manifestiert sich das Böse selbst als Figur im Spiel. Ich möchte dir zum Abschluss mit dem folgenden Bild zeigen, wie diese Figur aussieht:


"Have you ever seen this before?"

Dieser Anime ist spitze!









# 9 






Titel: "ATTACK ON TITAN (Staffel 1)"
Erschienen (J): 2013
Studio: WIT / Production I.G.
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Action, Fantasy, Drama, Shonen



Vorne weg - "Attack on Titan" ist gut, sogar sehr gut. Der Hype ist wohl etwas übertrieben und die für diesen Anime in der Promotion bemühte Floskel "Meilenstein der Anime-Geschichte" allenfalls ein Stück weit berechtigt, - jedoch hauptsächlich im Vergleich zum neuzeitlichen, uninspirierten Schulleben-Moe-Einheitsbrei, der einem sonst auf dem Anime Teller serviert wird.

25 Folgen hat die erste Staffel und alleine schon der Umstand, dass ich mir nun innert 2 Tagen alles angesehen habe, spricht für die vorhandene Spannung und Unterhaltungswert. Leider können sie das Tempo, die Spannung der ersten 5 Folgen nicht aufrecht erhalten und die Geschichte flacht im Mittelteil etwas ab; Nimmt dann allerdings in den letzten 4 Folgen wieder spürbar zu und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dahinter ein gewisses Kalkül steckt. Schliesslich ist diese Serie auf 3 Staffeln anberaumt und die Verwendung von 'Streckmittel' daher fast unausweichlich.

Ein interessantes Konzept wird geboten: plötzlich tauchen Riesen auf, Titanen, zwischen 5 bis 40 Metern gross, und sie vernichten einen Grossteil der Menschheit sofort. Das wird nicht gezeigt, aber erzählt. Die Geschichte beginnt und spielt im letzten Refugium der Menschheit, einer grossflächigen Anlage, umgeben von 50 Meter hohen Ringmauern, die diese Stadt in unterschiedliche Bereiche unterteilen. 

Die Reichen und Adeligen wohnen im Zentrum, die Mittelschicht im Inneren Ring und die Arbeiter haben ihre Häuser im äussersten Bereich, wo die Titanen freileich auch zuerst einfallen.





Allerdings will ich auf die Handlung hier gar nicht gross weiter eingehen, bei Interesse wäre hier eine Zusammenfassung.  


Von technischer Seite her gibts nichts zu beanstanden, die Animationen sind flüssig gelungen und das Cell-Shading-eske Artwork gefällt. Wichtiger als die Rahmenhandlung sind mir persönlich überzeugende, klar gezeichnete Charaktere, die sich im Lauf der Geschichte entwickeln und an Format gewinnen. Auch unter diesem Aspekt kann man sich im Grunde - im Rahmen eines Shonen-Programms, natürlich - nicht beklagen. 

Je näher sich die Serie dem Ende von Staffel 1 näherte (die weiteren Staffeln sind auf Deutsch bislang nicht auf DVD erschienen), befürchtete ich einen grossen Cliffhanger als Endpunkt. Und so kam es auch, dieser Cliffhanger wird geliefert, also ein storytechnischer Anreiz geschaffen, diese Geschichte auch in der nächsten Staffel weiterzuverfolgen (und die DVD's entsprechend käuflich zu erwerben, denn darum gehts ja). Diese erste Staffel endet mit einer actionreichen, fulminaten Episode und (erwartungsgemäss) dem Ausblick, der Prophezeiung, dass "der Kampf gegen die Titanen nun erst richtig beginnt!".

Dafür gibts bei mir grundsätzlich Abzug, und nicht zu knapp, denn man könnte so eine Geschichte auch im Rahmen von nur einer Staffel abhandeln, siehe den Primus "NOIR". Dafür spricht die spürbar entschleunigte Erzählung von "Attack on Titan" im Mittelteil, sie nehmen bewusst Tempo raus, um die Geschichte zu strecken. Wenn diese Entschleunigung der Charakterformung zu Gute kommt, wie bei "K-ON!" (siehe weiter oben), wenn dadurch also ein Mehrwert erzeugt wird, hab ich nichts dagegen, dann begrüsse ich das sogar. Hier jedoch geschieht nichts dergleichen, die Story wird einfach nur in die Länge gezogen, um wie gesagt (letztlich) 3 Staffeln zu füllen. 

Dafür gibts Abzug, ansonsten kann ich viel nicht bemängeln an dieser Serie; spannendes Konzept, ein paar nette Wendungen, ansprechende Präsentation. 

Ich bin gespannt auf Staffel 2, die diesen Anime womöglich (und hoffentlich) noch höher platzieren wird.













 # 10



Titel: "CLANNAD"
Erschienen (J): 2007 - 2008
Studio: Kyōto Animation
Publisher (D): FilmConfect
Genre: Slice of Life, Comedy, Drama, School Life, Romantik


Diese 22 Episoden Serie "CLANNAD" ist vieleicht die grösste Anime-Überraschung in diesem Jahr für mich und ich bin froh, dass ich sie mir (während der letzten Wochen) extra für die freien Tage über Weihnachten aufgehoben habe. So konnte ich nun die 500+ Minuten am Stück sehen und was Kyoto Animation hier geschaffen hat, - dafür gibts den Daumen nach oben.

Wer "K-ON!" mag, wer den Konzepten von "Angel Beats!" und "Die Melancholie der Haruhi Suzumiya" etwas abgewinnen kann, auch was die visuelle Gestaltung der Charaktere betrifft, dem (und der) wird "CLANNAD" sehr gut gefallen.


Abgesehen von diversen Studio Ghibli Produktionen, die jedoch ohnehin ausser Konkurrenz laufen (und daher im Anschluss an diese Rangliste seperat gelistet werden), hat mich kein anderer Anime emotional mehr berührt, als "CLANNAD".

Folge 9 hat mir Tränen in die Augen getrieben und auch das Ende (mit Folge 22), auf das sehr schön hingearbeitet wird, wie überhaupt der ganze Aufbau dieser mehrstrangigen  Geschichte eine besondere Lobpreisung verdient, fällt sehr bewegend aus. Ich bin eigentlich nicht der Typ, der auf Liebesfilme steht. Die sind mir zu lahm, zu schleimig, zu triefend, zu peinlich und zu vorhersehbar. Es sei denn: sie sind sehr gut gemacht. Dann gefällt mir sowas sehr gut, so wie in diesem Fall.

Wenngleich nun niemand annehmen soll, "CLANNAD" sei etwa ein 'Liebes-Anime'. Es handelt sich hier um ein eigentliches Drama und hinter der putzigen Moe-Blubberblasen-Optik entwickelt sich ein mehrstrangiger, elaborierter Plot, Folge um Folge.

"CLANNAD" kombiniert einen (dennoch nicht von der Hand zu weisenden) Liebes-Plot, der ganz langsam aufgebaut und erst in den letzten 8 Folgen wirklich prägnant und ebenso amüsant und spannend wird, mit gelungener Comedy (ich musste wirklich lachen, es gibt hier diverse gelungene Szenen und Situationen, die geschickt eingestreut werden), mit leichter Slice-of-Life und School-Life Unterhaltung im Rahmen eines quasi Real-Life-Drama. Es ist dieser Mix, dieses Arrangement, das "CLANNAD" grossartig macht und nicht ohne Wirkung bleibt.


Die deutsche Synchro ist akzeptabel, kann man sich so ansehen. Besonders bemerkenswert (wenn auch leicht gewöhnungsbedürftig, weil ungewohnt) ist hierbei die bildinhaltliche Lokalisierung: Die Übersetzung japanischer Schriften, die in Bildszenen erscheinen, zB der Titel einer Zeitschrift, erfolgt nicht per Untertiteleinblendung, sondern der deutsche Text wird direkt ins Bild gesetzt, zusätzlich zu den japanischen Schriftzeichen. Visuell sehr gelungen. Persönlich jedoch bevorzuge ich den Originalbildinhalt und addiere Untertitel lieber nach eigenem volenté. Diese deutsche Anime Veröffentlichung von "FilmConfect" lässt mir diese Wahl nicht.


Jedoch hab ich die Wahl zwischen deutscher oder japanischer Sprachausgabe und ich entschied mich für letzteres, mit Untertiteln. Denn die Stimmlage, die Zwischentöne, die Namensnennungen etc pp, all das unterscheidet sich in der synchronisierten Fassung (i.d.R.) vom Originalton, weshalb mir Untertitel zum Originalklang einfach lieber sind.


Die ersten 10 Folgen fokusieren auf einen Charakter namens Fuko Ibuki, nebst den Hauptcharakteren Tomoya Okazaki und Nagisa Furukawa. Die besonderen Umstände von Fuko's Präsenz in der Schule zu beschreiben, würde bereits heissen, zu spoilern, und das will ich hier vermeiden. Die Geschichte um Fuko hat mich in Folge 9 zu Tränen gerührt. Danach schwenkt der Plot gekonnt um, baut einen neuen Peak auf und kann diesen Höhepunkt auch erreichen, in Folge 22. Fuko taucht (aus einem gewissen Grund) im 'zweiten Teil' der Serie nur noch szenenweise auf, allerdings in amüsanter Weise und man freut sich, sie wieder zu sehen, sie noch in Erinnerung zu haben.


Die Hauptcharaktere haben nicht nur ihr Schulleben, sondern werden auch durch individuelle Probleme geformt, Probleme in der eigenen Familie, im sozialen Umfeld. Thematisiert wird in einem Fall auch etwas, das man wohl 'Familiengeheimnis' nennt. Diese Geschichte, wo Eltern meinen, sie könnten ihrem Kind etwas verheimlichen, und dieses würde es nicht bemerken. Das ist sehr schädlich. Denn Kinder sind ja nicht dumm, auch wenn sie noch nicht alles einordnen können mangels irdischer Erfahrung, die geistige Präsenz ist von Beginn weg da. Übrigens auch ein grosses Thema in "Erinnerungen an Marnie" von Studio Ghibli, meiner Nummer 2 in der Ghibli-Rangliste.



Vermutlich ist "CLANNAD" eher ein Anime, der Frauen gefallen wird, doch auch mich konnte er begeistern, so pauschal darf man also nicht denken.

Schau, ich will dir zu diesem Anime nichts spoilern und daher kann ich viel mehr dazu auch nicht sagen. Die komplette Staffel ist für 56 Franken zu haben und sie ist es Wert, "CLANNAD" ist ein gelungenes Werk ohne Füllerfolgen. Die Bonusfolge und die enthaltene OVA kannst du streichen, für alles andere: Daumen hoch!  



Trailer (D):










# 11

ALPHONSE ELRIC                               EDWARD ELRIC

Titel: "FULLMETAL ALCHEMIST"
Erschienen (J): 2004
Studio: Bones
Publisher (D): KSM Anime
Genre: Science Fantasy, Drama, Shonen







# 12
 
LAIN

Titel: "SERIAL EXPERIMENTS LAIN"
Erschienen (J): 1998
Studio: production 2nd
Publisher (D): Nipponart
Genre: Cyberpunk, Drama, Science Fiction, Experimentalfilm




# 13


RAN


Titel: "TEXHNOLYZE"
Erschienen (J): 2003
Studio: Madhouse
Publisher (D): Nipponart
Genre: Seinen, Drama, Science Fiction


Wie von Madhouse gewohnt, gibts visuell nichts zu bemängeln, diese Geschichte wurde sauber animiert. Wenngleich sich der Eindruck eines eher knapp bemessenen Produktionsbudgets nicht ganz von der Hand weisen lässt, was dann szenenweise in eher spartanisch animierten, eigentlichen Standbildern resultiert. Auch die Techno Intromusik mag davon zeugen. Jedoch - sowas trifft genau meinen Stil, meinen Geschmack, denn ich mag das Reduzierte lieber als bombastisches, das Kleine lieber als das Grosse, solange es dennoch sauber umgesetzt wird, das ist der Punkt: und Studio Madhouse hat das hingekriegt. Applaus!

Besonders in den frühen Folgen schafft es dieser Anime, im Zusammenspiel von visuellem Eindruck, klanglicher Untermalung und nur minimalem Einsatz von Dialog, eine besondere Stimmung und damit einhergehende Spannung aufzubauen. Genau, was ich so liebe! 



Sie lassen sich volle 8 Episoden Zeit, um die Kiste langsam ins Rollen zu bringen. Um eine Welt zu etablieren, Charaktere einzuführen, erste Zusammenhänge anzudeuten. Hier brauchts ein wenig Durchhaltewillen, während der Folgen 3 - 8. Der langsame Aufbau aber zahlt sich aus, denn ab DVD 2 (von 4) geht die Lucy ab und es fällt zunehmend schwer, der Verlockung "nur noch eine Eposide!" zu widerstehen.

Primärer Handlungsschauplatz ist die Stadt "Lukuss", deren besonderes Merkmal ein riesiger Obelisk im Stadtzentrum bildet.  

 Ab hier Spoileralarm! 

Wie sich viel später offenbart, dient dieser Obelisk nicht nur als Schmuck, sondern er liefert eine bestimmte Energie, die für den Betrieb von "Texhnolyze" zwingend notwendig ist. Schwieriges Kunstwort, dem man auf Deutsch wohl mit "technisiert" entsprechen kann. Denn es geht hierbei um spezielle Prothesen, um mechanische Applikationen sozusagen, als Ersatz oder im Austausch für natürliche Extremitäten. 

Dem Hauptcharakter wird bereits in Folge 1 (oder 2), im Verlauf eines Kampfes, das linke Bein und der rechte Arm mit einem Katana abgetrennt. Es ist 'schön', zwischen all dem Kicher-Slice-of-Life und School-Life-Shonen Anime mal wieder richtigen Seinen zu sehen, also Animekunst, die sich an junge, männliche Erwachsene richtet; Sowohl inhaltlich als auch in der visuellen Umsetzung: Weniger Romantik, mehr Komplexität, weniger Spass, mehr Blut.

Eine ausgesprochen attraktive Ärztin (die mich äusserlich stark erinnert an 'jemanden, den ich mal kannte'), "Doc" genannt,  nimmt sich des Helden an, 'benutzt' ihn gar eigentlich (wie sich zwar erst sehr spät herausstellen wird, aber es bereits sehr früh in anderer Form demonstriert wird - genialer Anime!) und montiert ihm diese speziellen "Texhnolyze"-Prothesen. Die Geschichte erlaubt sich danach mehrere Episoden, die im Wesentlichen davon handeln, wie unser Held Ichise versucht, sich mit seinen Prothesen zu arrangieren, klar zu kommen mit der neuen Situation.

Parallel wird die Stadt Lukuss weiter etabliert, wir erfahren, dass hier Banden um die Vorherrschaft streiten, "Organo", "Gabe" und "Rakan", sowie, dass da weiter eine Elite namens "Klasse" ist. Unser Held Ichise wird später von Organo aufgenommen und wir erleben seinen Aufstieg mit. Diesbezüglich bietet "Texhnolyze" einen 'Mafia Plot', um die Geschichte weiter voran zu treiben. Bemerkenswert hier ist im Weiteren, dass alle Gewalt, alle Action, alles Aktive, ausschliesslich durch Männer ausgeübt wird. Wer der Geschichte aber folgt, stellt fest, dass es konsequent die wenigen weiblichen Figuren sind, die diese Entwicklung passiv bewirken bzw. in die Wege leiten, bis letztlich alles in einem "apokalyptischen Chaos" endet. Ich führ das jetzt nicht weiter aus, aber achte darauf, falls du dir diese Animeserie anschaust.

Das Konzept jedoch ist weit grösser, denn ein simpler Mafia-Plot. Weil, die Stadt Lukuss befindet sich unter dem Erdboden, die Sonne ist künstlich, Menschen wurden hierher verbannt. Kontinuierlich wird auf das grosse Finale hin aufgebaut, bis unser Held in (ca.) Folge 18 durch einen Tunnel aus der Unterwelt in die Oberwelt gelangt. Wir sehen nun zum ersten Mal die Erdoberfläche und blauen Himmel.  Ich möchte es für die Leute hier so formulieren: Er geht aus dem einem Raum in den anderen Raum. Folge 20 heisst "Hades" und gibt derart vieleicht einen Vorgeschmack darauf, dass in den letzten Episoden nun dieser Stoff richtig kickt. 

Gänzlich unerwähnt blieb bislang der Charakter Ran, ein Mädchen, das in die Zukunft sehen kann. In eine mögliche Zukunft. Ihre Präsenz ist entscheidend für den Plotverlauf, nebst dem "Doc" etc. und diesbezüglich hab ich oben bereits was erwähnt - schaus dir an. Grossartig gemacht. In den letzten Folgen wird im Prinzip alles aufgelöst und erklärt, wenngleich man dennoch aktiv zusehen muss, um folgen zu können - und sowas mag ich!

Auch wenn die Geschichte gänzlich anders gelagert ist - ich denke mir: Wem "Serial Experiments Lain" gefällt, wer mit derartigem Stoff etwas anfangen kann, dem wird auch "Texhnolyze" gefallen. Ich für meinen Teil danke für den Hinweis hier im Blog, hat mir sehr gut gefallen, dieser Anime!










# 14
 
C.C.                                     LELOUCHE                                      SUZAKU


Titel: "CODE GEASS"
Erschienen (J): 2006 - 2008
Studio: Sunrise
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Action, Mecha, Shonen


# 15
 
MOTOKO KUSANAGI                                                            

 
Titel: "GHOST IN THE SHELL - STAND ALONE COMPLEX" (inkl. S.A.C. 2nd Gig)
Erschienen (J): 2002 - 2004
Studio: Production I.G
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Cyberpunk, Seinen




# 16
 
KANADE TACHIBANA

Titel: "ANGEL BEATS!"
Erschienen (J): 2010
Studio: P.A. Works
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Comedy, School Life, Fantasy, Moe, Shonen





# 17 

 
ATSUKO "PAPRIKA" CHIBA                         TOSHIMI KONAKAWA

Titel: "PAPRIKA"
Erschienen (J): 2006
Studio: Madhouse
Publisher (D): SONY Pictures
Genre: Science Fiction


Da dieser Anime auf DVD bereits vergriffen ist, konnte ich leider nur einen Stream mit leicht reduzierter Qualität sehen. Das ist schade, denn ich würde die DVD kaufen, auch jetzt noch, "Paprika" ist wirklich gelungen und präsentiert eine Geschichte, für die das Medium Anime wie geschaffen ist: Die Verschmelzung von Realität und Fantasie. Was im Live-Action-Film nur mit CGI möglich ist, schafft Anime naturgemäss wie aus einem Guss.

"The Dream is Real". Wie schon 'Ghost in the Shell' für 'Matrix', so war 'Paprika' die Inspiration für den Hollywoodfilm 'Inception'.

Mittels einer technischen Erfindung, genannt "DC Mini", einer Art Headset, wird es ermöglicht, als Drittperson in den Traum eines Menschen einzudringen und den Traum selbst sogar auf Video aufzuzeichnen.
Ein Bösewicht klaut solch einen "DC Mini" und in der Folge (und eigentlich schon ab Sekunde Null) verwischt in "Paprika" die Grenze zwischen Realität und Traum nahe gänzlich.

"Paprika", einer weiteren Produktion von Studio Madhouse, gelingt es in bemerkenswerter Weise, Fantasie bzw. 'Träumerei' mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik zu vermengen, die insbesonders in den letzten 20 Minuten massiv zum Tragen kommt.

"Paprika" präsentiert das, was wir als 'die freie Welt nach dem 2. Weltkrieg" kennen, als Traumspektakel, als völlig verrückte, inszenierte Traumwelt, die wir dann Realität nennen.

Eine diabolische Traumwelt, die vom Kind eingesogen wird in seinem Wachstumsprozess - Alter Schwede! Die letzten 20 Minuten von "Paprika" sind mit das Stärkste, was ich je gesehen habe.


"Es kommt mir vor, als ob das immer noch ein Traum wäre"  "Natürlich, das ist normal, die ganze Welt träumt doch"




"Paprika" ist ein Meisterwerk und das angesprochene Thema bildet lediglich einen Teil des Spektrums, das hier in Form eines Anime umgesetzt wurde. Hier wurde der Traum an sich zum Thema gemacht, so haben wir dann auch als Hauptcharakter einen Polizeikommissar, der früher davon träumte, Filme zu machen. Wir haben an seiner Seite eine seriöse,  kühle, leicht gehässige  Wissenschaftlerin, die davon träumt, eigentlich ganz anders zu sein; fröhlich, leicht, mit mehr Würze irgendwie.



In die Story eingebettet haben sie Illusionen, Fantasien, Märchen mit denen man gross wird,


sowie die Art Märchen, die einem später dann von der Politik zum Träumen gegeben werden,


"Unzufriedene aller Länder gebt mir eure Stimmen, vertraut sie diesem Auge an, jetzt gleich."
"Gott und Buddha tauschen fröhlich ihre Religionen, ..."

ich will nun gar nicht anfangen damit, was alles in diesem Anime steckt (wenngleich ich es vor hatte). Zumal ich ihn mir nun noch ein zweites Mal angesehen habe. Es ist schlicht zu viel, um hier ausgebreitet zu werden. So mich jemand finanziert, schreibe ich aber gerne ein ganzes Buch darüber ^-^





Realität findet im Geist statt, im Bewusstsein des Erlebenden; Was ferner bedeutet, das "Realität" und "Traum" im Grunde nicht wirklich unterscheidbar sind. Die Grenzen verwischen. Davon handelt "Paprika" und all das mündet schliesslich in ein grossartiges und überaus gehaltvolles Finale. Platz #17 (aktuell, Zeitpunkt des Eintrags) mag daher verwundern, doch der Grund ist schlicht der: all die vorplatzierten Anime sind in ihrer Art nicht minder gehaltvoll. Ich nehm hier nur die Besten rein, von Platz 1 bis 20 und darüber hinaus ist schlicht alles spitze und unbedingt sehenswert.

Wer "Matrix" mag, wer "Inception" mag, wer es mag, über Gesehenes und Gehörtes ein wenig zu reflektieren, der wird auch "Paprika" mögen. Top Anime!







# 18
 
                                                     MAKOTO KONNO
 
Titel: "DAS MÄDCHEN, DAS DURCH DIE ZEIT SPRANG"
Erschienen (J): 2006
Studio: Madhouse
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Drama, Abenteuer, Science Fiction, Romantik




# 19
   
 
Titel: "GHOST IN THE SHELL 2 - INNOCENCE"
Erschienen (J): 2004
Studio: Production I.G
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Action, Cyberpunk, Seinen




# 20
 


Titel: "PSYCHO-PASS"
Erschienen (J): 2012
Studio: Production I.G
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Action, Drama, Mystery 



# 21
 
TOGUSA                           MOTOKO                         BATOU

Titel: "GHOST IN THE SHELL - SOLID STATE SOCIETY"
Erschienen (J): 2006
Studio: Production I.G
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Cyberpunk, Seinen





 # 22
   
HARUHI SUZUMIYA
 
Titel: "DIE MELANCHOLIE DER HARUHI SUZUMIYA"
Erschienen (J): 2006
Studio: KAZÉ
Publisher (D): Nipponart
Genre: Comedy, Slice of Life, School Life, Science-Fiction, Moe





# 23

                                                                                        SORA               SHIRO
 
Titel: "NO GAME NO LIFE"
Erschienen (J): 2014
Studio: Madhouse
Publisher (D): KSM Anime
Genre: Fantasy, Game, Comedy, Ecchi





# 24

KEI KISHIMOTO

Titel: "GANTZ"
Erschienen (J): 2004
Studio: Gonzo
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Drama, Science Fiction, Ecchi, Seinen





# 25
 
 
Titel: "GHOST IN THE SHELL - ARISE" (+ "NEW MOVIE")
Erschienen (J): 2013
Studio: Production I.G
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Action, Cyberpunk, Seinen





# 26
 
 
Titel: "FULLMETAL ALCHEMIST: BROTHERHOOD"
Erschienen (J): 2014
Studio: Bones
Publisher (D): KSM Anime
Genre: Science Fantasy, Drama, Shonen





# 27
 
           JO                                                                          SEI         MEG      AMY
 
Titel: "BURST ANGEL"
Erschienen (J): 2004
Studio: Gonzo
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Mecha, Ecchi



# 28

LUCY                                           und ihr Alter Ego                                        NIU


Titel: "ELFEN LIED"
Erschienen (J): 2004
Studio: Arms
Publisher (D): KAZÉ
Genre: Seinen, Splatter, Romantik, Ecchi

Soeben habe ich mir die letzte Folge von "Elfen Lied" angesehen, und - nein, nein, nein nein nein. Ja, es handelt sich hier um einen Klassiker und Ja, gewisse Momente sind durchaus gelungen, aber nein nein nein. In das Lobeslied kann ich nicht einstimmen, "Elfen Lied" ist kein guter Anime.

Er ist nicht schlecht, versteh mich nicht falsch; Aber er ist auch nicht gut. Er ist in sofern nicht schlecht, als dass ich mir alle Folgen gestern und heute (also praktisch in einem Zug) angesehen habe, der Geschichte gefolgt bin, dann und wann dachte "wtf?!" und dieser Anime mich andernorts auch mal amüsiert hat. Eine gewisse Substanz ist also durchaus verhanden. Nur, das hat ein "Ikki Tousen" auch, und "Ikki Tousen" ist ein Trash-Anime, der nichtmal versucht, sich selbst ernst zu nehmen. 


Anders "Elfen Lied". In gewissen Momenten - als Seinen Anime betrachtet - ist "Elfen Lied" wirklich gelungen, es gibt derbe Szenen, viel Blut und Splatter. Wenngleich es in diesem Rahmen auch Szenen gibt, besonders eine Szene, die schlicht zu krass ist und den Plot nicht vorantreibt, man hätte das auch anders lösen können, um das gleiche Ergebnis zu erreichen: Mayu läuft von zu Hause weg und lebt auf der Strasse. Muss der Grund dafür so explizit dargestellt werden? Ist es notwendig? Nein.

Dass die Macher diesen Topic im Rahmen dieser Geschichte integrieriert haben wollten, dafür hab ich schon ein gewisses Verständnis. 

(Denn) Dieser Anime richtet sich primär an, ich sage jetzt mal "leicht depressive junge Frauen". Die emotional irgendwie nach "Rache" sinnen. Aus unerfüllter Liebe, aus dem Umstand, belogen und ausgenutzt worden zu sein, aus anderen - weiss die Hölle, aus was für Gründen, und sie weiss es bestimmt. Dieser "Rachegedanke" wird durch Lucy verkörpert, im Verbund mit ihrem Alter Ego Niu.
Wegen der soeben unterstellten Zielgruppe, wird ein im Kern eigentlich cooler Splatter Anime kombiniert mit einer furchtbar kitschigen Liebesstory, die auch vor Logikfehlern keine Scheu zeigt,-  und davon gibts in "Elfen Lied" so zahlreich wie Muscheln am Strand. Die Jungs versucht "Elfen Lied" abzuholen mit gewissen Ecchi-Momenten, die durchaus zünden mögen. Den Punkt geb ich. Aber all das wirkt viel zu konstruiert, man sieht klar die Absicht der Macher. "GANTZ", als genreähnliches Beispiel, löst das viel besser. "Elfen Lied" spielt für mich fraglos in der gleichen Liga wie "Ikki Tousen" (oder "Dance in the Vampire Bund"), wenn auch mit einem Zacken mehr Tiefe, darum die etwas bessere Platzierung.  

Ansehen auf Youtube (Deutsch, alle Folgen):   https://www.youtube.com/watch?v=47P3skU2CkY



# 29

KOUKIN SHUUYU        RYOMOU SHIMEI                        HAKUFU SONSAKU


Titel: "IKKI TOUSEN"
Erschienen (J): 2003
Studio: J.C. Staff
Publisher (D): Nipponart
Genre: Seinen, Martial Arts, Comedy, Ecchi 





# 30
 


Titel: "AKIRA"
Erschienen (J): 1988
Studio: Tokyo Movie Shinsha
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Abenteuer, Action, Science Fiction




# 31




Titel: ".HACK//QUANTUM" (OVA)
Erschienen (J): 2010
Studio: Kinema Citrus
Publisher (D): Nipponart
Genre: Abenteuer, Action, Science Fiction


Diese OVA aus 3 Episoden à 25 Minuten rund um das Onlinespiel "The World" kommt freilich in keinster Weise an die vorhergehende, liebenswerte ".hack//sign" Serie heran, dafür reicht die Zeit gar nicht. Visuell durchaus sehenswert umgesetzt, wenngleich mir das Artdesign der Originalserie von Studio Bee Train natürlich weit besser gefällt. Diese OVA liefert in 75 Minuten eine nette Geschichte und vermittelt zumindest einen Eindruck vom Konzept der ".hack//" Franchise.

Es gäbe noch 3 (eingestreute) Punkte anzumerken, die klar einer gesellschaftspolitischen Agenda folgen, woraus ich schliesse, dass in Japan Anime auch als Träger hierfür benutzt werden, - wie es hierzulande in Vorabendserien im TV gang und gäbe ist. Aber du wirst schon selber bemerken, wovon ich rede, welche Punkte das sind:


Ansehen auf Youtube (Deutsch):

https://www.youtube.com/watch?v=H3wwT0GvSl4&t=28s




# 32

  

Titel: "MARDOCK SCRAMBLE"
Erschienen (J): 2010-2012
Studio: GoHands
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Seinen, Action, Science Fiction




# 33
 
  

Titel: "SAMURAI 7"
Erschienen (J): 2004
Studio: Gonzo
Publisher (D): Nipponart
Genre: Action, Historie, Science Fiction



# 34



Titel: "NO GAME NO LIFE: ZERO"
Erschienen (J): 2017
Studio: Madhouse
Publisher (D): KSM Anime
Genre: Science Fiction, Fantasy, Ecchi, Game




# 35




Titel: "EVANGELION" (3.33)
Erschienen (J): ab 2007
Studio: Khara
Publisher (D): Universum Anime
Genre: Action, Science-Fiction, Drama





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# 1


Titel: "TRÄNEN DER ERINNERUNG"
Erschienen (J): 1991



# 2



Titel: "ERINNERUNGEN AN MARNIE"
Erschienen (J): 2014



# 3


Titel: "STIMME DES HERZENS"
Erschienen (J): 1995



# 4


Titel: "MEIN NACHBAR TOTORO"
Erschienen (J): 1988



# 5


Titel: "KIKI's KLEINER LIEFERSERVICE"
Erschienen (J): 1989



# 6



Titel: "CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND"
Erschienen (J): 2001



# 7



Titel: "DER MOHNBLUMENBERG"
Erschienen (J): 2011



# 8



Titel: "DAS WANDELNDE SCHLOSS"
Erschienen (J): 2004



# 9


Titel: "THE WIND RISES / WIE DER WIND SICH HEBT"
Erschienen (J): 2013



# 10



Titel: "NAUSICÄA AUS DEM TAL DER WINDE"
Erschienen (J): 1984




# 11



Titel: "PRINZESSIN MONONOKE"
Erschienen (J): 1997




# 12


Titel: "DAS SCHLOSS IM HIMMEL"
Erschienen (J): 1986




# 13
 

Titel: "ARRIETTY"
Erschienen (J): 2010




# 14
 

Titel: "DIE CHRONIKEN VON ERDSEE"
Erschienen (J): 2006



# 15



Titel: "DIE ROTE SCHILDKRÖTE"
Erschienen (J): 2016