Dienstag, 29. Mai 2012

26/5 - Die Schweiz hält den Atem an


Die Welt wird nicht mehr die gleiche sein, nun hat die Schweiz ihre 26/5 Anschläge! Unvorstellbares hat sich ereignet, in Luzern haben Jugendliche drei Briefkästen gesprengt.

"Nach den Anschlägen auf drei Briefkästen in der Agglomeration Luzern (in Horw, Kriens und Rothenburg) wurden am Samstag zwei Schweizer im Alter von 16 und 19 Jahren vorübergehend festgenommen. Die Ermittlungen führten zu einem dritten Jugendlichen; er soll den Sprengstoff hergestellt haben." (Quelle)

Himmel, mit meinem Bruder hab ich am 1.August mal mit Feuerwerk ein Feld angezündet, aus versehen. Und mit Gspändli hab ich - nein, das erzähl ich nicht. Wir waren jung! Da macht man halt sowas. Oh, und Lindt hat mal Schokolade an alle Schweizer verschickt, und die lag dann einfach so überall in den Briefkästen... gut, das gab ein Nachspiel, mein Mami hat fest mit mir geschimpft, und ich musste mich entschuldigen gehen. Und im Coop hab ich mal... und da wurde ich wieder geschimpft, zu recht, und ich musste mich auch da entschuldigen gehen. Aber, meine Güte, "Jungs sind nunmal Jungs!"


Heutzutage aber ist es nicht mehr leicht, jugendlich zu sein, da ist dann gleich Terror, Anschlag, ein "Care-Team" aus Seelsorgern und Psychologen bereits unterwegs, und natürlich die Polizei auf Platz.

Und die scheute keinen Aufwand:

"Der 16-jährige mutmassliche Bombenbastler weilte über Pfingsten im Ausland. Er konnte dort telefonisch kontaktiert werden. Am Dienstag wurde er in Luzern einvernommen, wie Kurt Graf, Kommunikationschef der Luzerner Polizei, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte."

Verbindungen zu Al Kaida können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit weder bestätigt noch dementiert werden, jedenfalls kann man in so einer Situation gar nicht genug überreagieren -

"Die Gegend um das Haus in Eschenbach war den ganzen Samstag grossräumig abgesperrt, und die Anwohner erhielten genaue Anweisungen, wo sie sich aufhalten durften."

Puuh, da haben wir ja nochmal Glück gehabt!


Kommentare:

  1. Sagenhaft, wenn man nur nicht schon auf sicher wüsste, dass die ganze faschistoide Propagandamaschinerie ihre Wirkung für die Zukunft nicht verfehlen wird... Weiss nicht, wann die Schweiz, Europa und die USA das letzte mal ein so tiefes Bildungsniveau hatte. Die Leute glauben einfach alles, wenns nur in den Medien kommt. Ts, ts...

    AntwortenLöschen
  2. "Wir" haben mal den Dorfbrunnen vor unserer Stammbeiz gesprengt. Mit meinem Jahrgang (Mitte 70er) hatte man in meinem Dorf mit 14 Jahren noch (oder schon?) eine Stammbeiz. Da hatte man doch sowieso schon gaaaanz andere Sachen erlebt. Schon lange vor dieser Zeit, müssten wir alle eigentlich mit ca. 8 Jahren gestorben sein. Den ganzen Tag draussen am Fluss oder im Wald, ohne Handy und ohne Mami. Arm- und Beinbrüche weil man wieder mal "klettern" war. Im Auto sass man vorne....ohne Gurt. Mein Bruder viel mal in einer Kurve hinten aus dem Auto. Man stelle sich das heute vor. Das Geschrei und Gezeter. Dabei ist gar nicht viel passiert. Und das Beste: Die Meisten leben immer noch!

    AntwortenLöschen
  3. wir haben als kinder bunker im wald gebaut,spraydosen auf der müllkippe gesprengt,bildröhren zertöppert,briefkästen gesprengt.....
    wenn mutter das alles wüßte gäbe es noch heute prügel.
    ach so und fernsehen ....das durfte ich so gut wie nie mit der begründung das mache dumm.
    ich danke dem herren dafür das ich nicht zur heutigen zeit aufwachsen muss !!
    (BJ 1977)DDR :-)

    AntwortenLöschen
  4. Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
    Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.
    Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
    Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
    Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
    Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
    Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
    Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern?
    Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
    Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.
    Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
    Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.

    Wir hatten Freunde!!!

    Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns...
    Wie war das nur möglich?
    Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
    Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
    Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
    Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.
    Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
    So etwas!
    Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
    Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.
    Mit alldem wussten wir umzugehen!

    Und du gehörst auch dazu?!?

    Herzlichen Glückwunsch !!!

    geb. nach 1980 => So, jetzt wisst ihr Warmduscher das auch

    geb. vor 1980 => WIR WAREN HELDEN!!!!!!!!!!!!!!

    unbekannter Verfasser

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin 1990 geboren und kann mich in deinem Geschriebenen trotzdem wiederfinden, nur dass ich eine Playstation hatte, aber die durfte nur bei schlechtem Wetter an :)

      Löschen
  5. Die Geschichte mit dem Feld ist auch die meine.
    Das Feuer trieb auf eine Tannenschonung zu..wir schaften es noch kurz vor dem GAU das Feuer irgendwie zu löschen...war knapp.

    Gruss
    Hardy

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Vor 1990 geborenen: Macht Kinder!!
    ..und behandelt sie so, wie es eure Eltern getan haben - vielleicht haben wir dann noch eine Chance auf Leben...
    Signa

    AntwortenLöschen
  7. Vielleicht sollte die Schweiz auch davon Kenntnis nehmen:

    http://mywakenews.wordpress.com/2012/05/30/detlev-wake-news-radio-bei-schweiz-5-tv-time-to-do-30-05-12-20-uhr/

    Die Themen sind neben der Erläuterung von Detlevs Schuldgeldprozessen in der Schweiz auch natürlich die Vörgänge um die Pressezensur, den Überfall auf Wake News Radio vom 22.05.2012, bei dem sämtliche elektronischen Geräte, Computer, Kameras, Datenträger, Audio-Geräte uvm. mittels eines SWAT Team-Einsatzes der Basler Polizei im Widerspruch zu Presse- und Meinungsfreiheit gegen seinen Willen beschlagnahmt und abtransportiert wurden, so dass Detlev nur eingeschränkt weiter im Radio berichten kann, hier im deutschsprachigen Bereich über OkiTalk.com – Radio, sonst über andere internationale Sender in Irland, den USA.

    AntwortenLöschen